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Rezensionen

Katja von Garnier: «Fly»

Alles an diesem Film ist Bewegung. Die Kamera tanzt gemeinsam mit dem Ensemble durch die hanebüchene Handlung und zieht auch das Publikum mit in ihren Sog, und dass der Soundtrack aus angesichts der Handlung überraschend klischeefreiem, sehr urbanem Hip-Hop besteht, tut sein Übriges. Von Garnier hat hier im Grunde keinen Spielfilm gedreht, sondern ein überlanges Musikvideo, und das Musikvideo ist eine eigenständige Kunst im schnell geschnittenen Zusammen­spiel aus Sound, Stimmung, Licht. Wenn eine Regisseurin so etwas kann, dann vermittelt ein Video etwas von der Schönheit des Erzählten, ohne dass die Erzählung selbst funktionieren muss. Und dass von Garnier das im Griff hat, hat sie schon mehrfach bewiesen. Mit einem Konzertfilm über die Mainstream-Rockband Scorpions etwa. Oder auch mit «Bandits», dessen Handlungsebene ebenfalls vernachlässigbar war im Vergleich zur spürbaren Begeisterung für das Zusammenspiel von Liveauftritt und Popmusik.

Die gesamte Rezension von Falk Schreiber lesen Sie in tanz 10/21