Eine ganze Reihe von prominenten Dirigenten-Komponisten hat mit der Berliner Hofkapelle gearbeitet und ihre Klangkultur geprägt. Spontini war die Zentralgestalt über rund zwei Jahrzehnte, bevor mit Felix Mendelssohn Bartholdy und Giacomo Meyerbeer just in jenem geschichtsträchtigen Jahr 1842 – als nicht nur die Wiener Philharmoniker und das New York Philharmonic Orchestra gegründet wurden, sondern eben auch die Symphonischen Konzerte der Berliner Hofkapelle – gleich zwei Protagonisten des internationalen Musiklebens als Generalmusikdirektoren in die preußische Kapitale berufen wurden, Meyerbeer für die Oper, Mendelssohn für die Kirchenmusik.
Große Geschichte
Die Berliner Staatskapelle feiert ihren 450. Geburtstag
Strauss, der 1908 den seinerzeit berühmten Felix von Weingartner als Hauptdirigent der Symphoniekonzerte beerbte, ist zudem einer jener Künstler, deren Arbeit mit der Kapelle bereits in Tonaufnahmen greifbar ist. Ausgewählte Mozart- und Beethoven-Symphonien hat er ebenso mit dem Orchester eingespielt wie eine Serie seiner Tondichtungen, von 1916 an bis 1933. Die spieltechnische Souveränität, ja Virtuosität der Kapelle kommt hierbei ebenso zur Erscheinung wie das Vermögen, groß dimensionierte melodische Bögen zu spannen und ein hohes Maß an Expressivität zu erzielen, mit vollem, ausdrucksgesättigtem Klang.
Das gesamte Porträt der Berliner Staatskapelle
von Detlef Giese finden Sie in Opernwelt 4/20.