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Rezensionen

Constanza Macras: «Hyperreal» in Düsseldorf

In Constanza Macras jüngstem Stück «Hyperreal», mit dem das Düsseldorfer Schauspielhaus seine Spielzeit eröffnet hat, gibt es kein Außen. Alles hier ist Theater, Als-ob und eine große Show. Mit sieben Mitgliedern des Düsseldorfer Ensembles und vier Tänzer*innen ihrer eigenen Kompanie Dorky Park hat die aus Argentinien stammende und in Berlin arbeitende Choreografin eine «dystopische Science-Fiction-Komödie» entwickelt, die eine Welt zeigt, in der, ausgelöst durch Corona-Pandemie und -Lockdown, den Menschen die Wirklichkeit immer mehr entgleitet, bis sie gänzlich in eine Simulation übergegangen ist.

Seit der Gründung der Gruppe Dorky Park 2003 arbeitet Constanza Macras mit Projekten in Chile, Brasilien, Indien oder Südafrika an den Brüchen und Nahtstellen unserer globalisierten Welt. Ihre Stücke sind eine Art Kontaktzone für verschiedene Kulturen und Milieus, die Macras und ihr Team mit scharfen Beobachtungen durchdringen, um sie in ebenso schnellen wie frechen Szenen leicht übersteigert und verfremdet auf die Bühne zu bringen. Für «Hyperreal» ist sie zuhause geblieben und hat die Menschen hier beobachtet, und dennoch: Was könnte globaler sein als eine Pandemie und deren Folgen?

Die gesamte Rezension von Gerald Siegmund lesen Sie in Theater heute 11/20