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Rezensionen Juli 2021

Antoine Jully: Alice im Wunderland in Oldenburg

Was sich am Premierenabend im Staatstheater Oldenburg ereignete, war eine tänzerische Explosion: eine fantasievolle, ideenreiche, witzige Szenenfolge, die 75 Minuten lang am Auge des Zuschauers vorbeifliegt und mit unzähligen Ideen und Lust am Skurrilen, am Nonsens das Märchen von Alice mit den Mitteln des Balletts nacherzählt. Fantasievolle Kostüme von fast comicartigem Charakter, eine Bühne, die das Wunderland mit seinen unheimlichen oder auch surrealen Seiten farbenfroh bebildert, suggestive Videoanimationen, Einsatz von Bühnentechnik für Flug- oder Klettermomente der Tänzer*innen und eine temporeiche Choreografie – es ist ein überaus unterhaltsamer Abend, den Antoine Jully mit seinem Team da präsentiert.

Teele Ude beeindruckt als Alice mit Tanztechnik, Komik und tänzerischer Geschmeidigkeit, ebenso Seu Kim als virtuoses Kaninchen, das immer der Zeit hinterherrennt. Das ganze Ensemble glänzt technisch und besticht mit Eleganz, und wenn etwa bei den Waldblumen und Pilzen auch mal ein Tänzer als Blume im Tutu über die Bühne fegt – ist das alles sehr humorvoll und variantenreich inszeniert.

Die gesamte Rezension von Renate Killmann lesen Sie in tanz 7/21