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Rezensionen 3/21

Rafaele Giovanola: Hybridity

Hart beleuchtet, soft benebelt erscheint der wie aus Stein gehauene Tänzerpulk in der hinteren Bühnenecke, schiebt sich entsprechend sehr langsam in den Raum. Es zittern und knicken die Knie. Kleine Ausschläge, Klicks, Kicks. Auch die Füße, mal flach, mal mit erhobenen Fersen, regen sich und transportieren die Körper, erst als Menge, dann auch vereinzelt. Dieses Ausschlagen ist kein Gehen, schon gar nicht zielgerichtet, sondern scheint in seiner Zackigkeit die Schwerkraft zu verleugnen. Es wird gehuscht, gelauert, getippelt, gewendet, gehüpft. Die sechs Figuren mit ihren mattsilbernen Beinen erinnern an aufgezogenes Spielzeug, Boxer ohne Arme oder eben Insekten, stabil gepanzert. Sie ragen auf, weichen aus, bilden Teilgruppen, wie aufgespannt auf der Fläche, immer auf dem Sprung. Ihre Regungen werden Rhythmen, vielleicht Silben einer Unterhaltung oder eines unerhörten Gesangs.

Die gesamte Rezension von Melanie Suchy lesen Sie in der Märzausgabe von tanz