Aufführungen

Die interessantesten Premieren im Januar 2011, ausgewählt von der «Theater heute»-Redaktion.

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Wenn die Nächte immer noch lang sind, verlässt man sich im Theater gerne aufs Vertraute. Der Kanon lädt ein, z.B. mit Tschechow, in dessen «Kirschgarten» sich in Köln Karin Henkel begibt, dessen «Möwe» in Dresden Burkhard C. Kosminski fliegen lässt und dessen «Drei Schwestern» in Oberhausen Peter Carp versorgt.

Gern gesehen auch Gerhart Hauptmann, in Berlin etwa, wo der «Ratten»-gestählte Michael Thalheimer im Deutschen Theater «Die Weber» aufmarschieren lässt, oder in Bochum, wo David Bösch eben jene «Ratten» scheucht.

Ibsen punktet am Maxim Gorki Theater Berlin mit «Nora» (Regie Jorinde Dröse) und in Chemnitz mit «Peer Gynt», inszeniert von Claudia Bauer.

In Bremen versucht sich Herbert Fritsch an Hebbels «Nibelungen», in Frankfurt Stephan Kimmig an Schnitzlers «Liebelei» und Andreas Kriegenburg an Goethes «Stella». Jette Steckel schickt am Hamburger Thalia Theater Schillers «Don Carlos» ins Klassikerrennen und Sebastian Schug in Hannover Molières «Don Juan». Die Münchner lockt Christian Stückl mit Bert Brechts «Dreigroschenoper» ins Volkstheater, die Basler Elias Perrig mit Wedekinds «Frühlings Erwachen». Um Kanonerweiterung immerhin bemüht man sich in Zürich, wo Frank Castorf ...

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Theater heute Januar 2011
Rubrik: Service, Seite 56
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