Heimatfolklore

Fatih Akin huldigt in «Soul Kitchen» dem Problemstadtteil Hamburg-Wilhelmsburg

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Das neoliberale Unternehmen Hamburg hat ein Imageproblem. Gerade glaubte sich Hamburg noch weitgehend ungestört bei der Realisierung von Elbphilharmonie-Großvisionen und überhaupt ganz vorn in Sachen Stadtentwicklungstraum, da kommt seitens der zwangsmitentwickelten Stadtbevölkerung tatsächlich Protest «in die Gänge» und behauptet sein «Recht auf Stadt».

Seit Sommer widersetzt man sich in Hamburg investorenbedingten Aufräumarbeiten in der Künstlerkolonie «Gängeviertel», schließen sich politische wie unpolitische Kräfte zusammen und veröffentlichen ausgerechnet künstlerische Exportschlager wie Rocko Schamoni, Melissa Logan oder Peter Lohmeyer ein «Not in our name, Marke Hamburg!»-Manifest, indem sie der Stadt als globa­lisiertem Creative-Industrie-Komplex ihre lokale Kreativ-Kooperation aufkündigen. 
 

Rettendes Großbürgererbe

Die soziale wie künstlerische Aufregung steht also unter dem Stern von Gentrifizierungs- und Globalisierungskritik, und dazu passend und gut platziert zum Familienevent Weihnachten kehrt die Hamburg-Hommage «Soul Kitchen» von Fatih Akin ein ins deutsche Kino. Mit der Ansage «dirty Heimatfilm» nimmt Akin darin «den Kampf für die Heimat als Ort, den es in einer ...

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Theater heute Januar 2010
Rubrik: Kino, Seite 60
von Anja Quickert

Vergriffen
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Unter Quarantäne

Martin Kusejs Wiener Inszenierung von Karl Schönherrs «Weibsteufel» war eine der erfolgreichsten Produktionen der Saison 2008/09. Die Aufführung wurde zum Theatertreffen eingeladen, das Ensemble wurde mit dem 3sat-Preis ausgezeichnet, Hauptdarstellerin Birgit Minichmayr in der Theater-heute-Um­frage zur «Schauspielerin des Jahres» gewählt. 
 

Auch beim Publikum war...

Ein fürsorglicher Herbergsvater

Der Meister lud zur Bauprobe – ein Vorgang, bei dem Schauspieler kaum vonnöten sind; es geht um technische Dinge, Sicht­linien und dergleichen, ein erstes Kennenlernen der baulichen Begebenheiten eines Bühnenbildes. Doch diesmal war alles anders, und so sollte es den gesamten Produktionsprozess über bleiben.
 

An der Brandmauer, ganz hinten in diesem riesigen...

Der prophetische Blick

Schwer zu sagen, ob es sich bei dem virtuellen Star, der da hingebungsvoll über die Bühne der Kaserne Basel rockt, eher um eine Raubkopie von Robbie Williams oder um einen Michael-Jackson-Reinkarnationsversuch handelt. In jedem Fall ist der elastische junge Mann nicht umsonst mit dem entsprechenden Namen «Chris Crocker» gestraft: Das Regie-Trio Victor Moser, Elia...