Mutwillige Sachunkenntnis

In Freiburg wird das Theater zu Tode gespart

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Was ist wichtiger: Theater oder Tagesstätten? Das ist so ungefähr die dämlichste Frage, die man Amélie Niermeyer antun kann – einer Frau, die seit sieben Jahren Erfahrung darin hat, Karriere und Kind unter einen Hut zu bringen. Stellen wir sie trotzdem, diese dämliche, gefährliche Frage. Sie hat die Noch- und bald Ex-Intendantin in ihren drei Freiburger Spielzeiten begleitet wie ein lästiger Nackenschmerz. Zum Herbst verlässt Amélie Niermeyer die deutsche Südwest-Bühnenecke in Richtung Düsseldorf.

Die Interimssaison bis zum Neustart mit Barbara Mundel verwaltet Stephan Mettin – mit empfindlich geschrumpftem Premierenangebot.

Theater oder Tagesstätten. Wahlweise auch Schwimmbäder. Auf diesem Niveau ist der kulturpolitische Diskurs in Freiburg mittlerweile bruchgelandet. «Natürlich sind Kindertagesstätten erst einmal wichtiger», ärgert sich die Theaterdirektorin über die ihrer Ansicht nach stillose Debatte. «Das kann ich doch gar nicht gegeneinander aufrechnen.» Genau das aber haben der Oberbürgermeister Dieter Salomon (Grüne) und sein kommunaler Schatzmeister Otto Neideck getan. Aus taktischem Kalkül, versteht sich. Um die widerspenstige Amélie und ihren alles andere als ...

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Theater heute Juli 2005
Rubrik: Magazin, Seite 66
von Stephan Reuter

Vergriffen
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