Suchlauf und Showroom 6/22
Suchlauf
TV-Hinweise und Streaming für Juni
3./FREITAG 20.15, arte: Leanders letzte Reise
Spielfilm, Deutschland 2017, Regie Nick Baker Monteys, mit Jürgen Prochnow, Petra Schmidt-Schaller, Suzanne von Borsody u. a. Nach dem Tod seiner Frau will sich der 92-jährige Eduard seiner Vergangenheit stellen und fährt in die Ukraine, wo er im Zweiten Weltkrieg als Soldat stationiert war.
12./SONNTAG 20.
15, arte: Mythos Othello
Dokumentation, Deutschland 2021, Regie Dag Freyer Ot(h)ello – der bekannteste schwarze Theaterheld. Welche Rolle spielten Schwarze in Shakespeares und Verdis Welt? Welchen Einfluss hatte das Kolonial -zeitalter auf die Entstehung der Stücke, welchen die Vorstellung «Weißer» von «Schwarzen» auf die Interpretation? Jonas Kaufmann und Antonio Pappano sowie die Fußballlegende Jimmy Hartwig spüren dem «Mythos Ot(h)ello» nach.
13./MONTAG 23.10, arte: Reservoir Dogs – Wilde Hunde
Spielfilm, USA 1991, Regisseur Quentin Tarantino stellt die konventionelle Dramaturgie auf den Kopf: Die Entwicklung der Geschichte bleibt unvorhersehbar, mal verlangsamt er die Handlung, dann wieder erzählt er rasant und elliptisch mit zynischem Witz. Sein Spielfilmdebüt löste in den 1990er ...
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Theater heute 6 2022
Rubrik: Daten, Seite 63
von
Das Lied von der Wurst und ihren zwei Enden ist ein fürchterlicher Karnevalsgassenhauer. So laut, so dumm, so dre -ckig. Dass es auch anders geht, zeigt Christoph Marthaler am Theater Basel. Ganz klein, ganz fein, ganz einstimmig singen sie dieses «Alles hat ein Ende.» Pause. «Nur die Wurst hat zwei.» Pause. «Jawoll, mein Schatz.» Pause. «Es ist vorbei.» Und...
Wer sich über einen Pflegenotstand wundert, der hat in den vergangenen Jahrzehnten wohl Glück gehabt und musste Krankenhäuser oder Pflegeheime nicht von innen wahrnehmen. Schon im Deutschland der Wirtschaftswunderjahre ging die volkswirtschaftliche Rechnung ziemlich gut auf, größerer Wohlstand sei nur durch immer größere Flexibilität und Arbeitsleistung zu haben....
Jing Xiang ist nicht nur metaphorisch sprachlos. In der Rolle der Luisa Strozzi scheint ihr tatsächlich jede Möglichkeit der Artikulation zerschlagen. Mund, Augen, Mimik, Atmung, alles will antworten, will Empörung herausschreien. Doch es kommt nur der Schatten eines Lautes, «n’ …, a’ …», ein kompletter Vertrauensverlust binnen Sekunden. Es ist ein leiser, aber...
