Variationen der Verzweiflung
Ist die globale Streitkultur mittlerweile in der Dekadenzepoche der Argumente angekommen? Jeder Manager spricht heute über die Verantwortung der Konzerne, Aktivisten erkennen an, dass Sweatshops nicht nur Ausbeutung sind, sondern auch Entwicklung fördern. Konsens ist ausdrücklich erwünscht, sanfte Maßnahmen werden bevorzugt, Standpunkte sind verhandelbar. Das Merkel-Prinzip «energisch lauwarm» hat uns fest im Griff.
Nur ein Thema erhitzt noch gelegentlich die Gemüter: Afrika.
Muss, soll, darf, kann die westliche Welt den afrikanischen Staaten helfen, oder verschlimmert die Zuwendung der reichen Länder nicht eher die dortigen Zustände und Unrechtssysteme? Über diese Frage zerstreiten sich Freunde, beschimpfen sich wechselseitig als Zyniker oder naiv, und manchmal kommen hier auch Schlagworte und Stimmungsmacher aus der Mottenkiste der ideologischen Anschauungskämpfe wieder in Gebrauch. Imperialismus und Kolonialismus zum Beispiel, gerne mit der Vorsilbe Neo; oder mit den Attributen böse, verbrecherisch, verlogen und eurozentristisch.
Nachrichten über Hunger, Genozide und Aids ergreifen mitfühlende Menschen und fördern Hilfsbereitschaft. Kritische Artikel über die Verlängerung von ...
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Theater heute Februar 2011
Rubrik: Stück des Monats, Seite 16
von Till Briegleb
Im Dezember und Januar sind zwei langjährige Mitarbeiter von «Theater heute» gestorben.
Werner Schulze-Reimpell, ein Urgestein der deutschen Theaterkritik, noch bis vor wenigen Jahren ein unaufgeregter Beobachter jeder wichtigen (und vieler nicht so wichtiger) Premieren, schrieb für viele Blätter, gehörte zu den Mitbegründern des seit 1976 vergebenen Mülheimer...
Aachen, Theater
Kasse: 0241/47 84 244
24. Hörner/Schönfelder, Lilith. Paradise Loft
R. Martin Philipp
Aalen, Theater der Stadt
Kasse: 07361/522 600
12. Ionesco, Die Stühle
R. Sebastian Schachtschneider
19. Murillo, Vermischte Meldungen
(oder Die ganzen blutigen Details) (DE)
R. Katharina Kreuzhage
Altenburg/Gera, TPT
Kasse Altenburg: 034 47/585 161
Kasse Gera: 03...
Nahe am Bühnenrand, nahe am Abgrund stehen sie, diese beiden Verlorenen, ein Mann und eine Frau. Sie krallen sich aneinander, halten sich zugleich auf Distanz. Es ist spät, Mitch, der bullige, harmlos-hoffnungsvolle Kerl mit der bemüht trendigen Rockabilly-Schmalzlocke, und Blanche, dieses zerbrechliche, fast schon zerbrochene Wesen, sprechen im Halbdunkel die...
