Variationen der Verzweiflung
Ist die globale Streitkultur mittlerweile in der Dekadenzepoche der Argumente angekommen? Jeder Manager spricht heute über die Verantwortung der Konzerne, Aktivisten erkennen an, dass Sweatshops nicht nur Ausbeutung sind, sondern auch Entwicklung fördern. Konsens ist ausdrücklich erwünscht, sanfte Maßnahmen werden bevorzugt, Standpunkte sind verhandelbar. Das Merkel-Prinzip «energisch lauwarm» hat uns fest im Griff.
Nur ein Thema erhitzt noch gelegentlich die Gemüter: Afrika.
Muss, soll, darf, kann die westliche Welt den afrikanischen Staaten helfen, oder verschlimmert die Zuwendung der reichen Länder nicht eher die dortigen Zustände und Unrechtssysteme? Über diese Frage zerstreiten sich Freunde, beschimpfen sich wechselseitig als Zyniker oder naiv, und manchmal kommen hier auch Schlagworte und Stimmungsmacher aus der Mottenkiste der ideologischen Anschauungskämpfe wieder in Gebrauch. Imperialismus und Kolonialismus zum Beispiel, gerne mit der Vorsilbe Neo; oder mit den Attributen böse, verbrecherisch, verlogen und eurozentristisch.
Nachrichten über Hunger, Genozide und Aids ergreifen mitfühlende Menschen und fördern Hilfsbereitschaft. Kritische Artikel über die Verlängerung von ...
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Theater heute Februar 2011
Rubrik: Stück des Monats, Seite 16
von Till Briegleb
Selbst sehr alte Hasen kommen aus dem Staunen nicht heraus. Und die Theatermacher selber wähnen sich schon mittendrin im «milagre», im «Wunder» von Sao Paulo – das «Teatro Oficina», die freie Gruppe um den charismatischen Regisseur Zé Celso Martinez Corréa, in Deutschland bekannt seit den Gastspielen 2004 bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen und 2005 in der...
1810– Kleist war seit Anfang des Jahres in Berlin und schickte «Das Käthchen von Heilbronn» noch einmal an August Wilhelm Iffland, Direktor des Berliner Nationaltheaters. Kleist hegte immer noch die Hoffnung, dass Iffland sein Stück aufführen würde. Daraus wurde nichts. Iffland demonstrierte Desinteresse, und Kleist revanchierte sich, indem er auf Ifflands...
Fernsehen
Dienstag, 1.
19.00, Theaterkanal: Theaterlandschaften: Maxim Gorki Theater Berlin – vorgestellt von Esther Schweins. Ein Film von Niels Negendank
19.30, Theaterkanal: Ursula Werner, Protagonistin des Gorki Theaters, im Gespräch
22.25, 3sat: FOYER – Das Theatermagazin mit Esther Schweins
Mittwoch, 2.
12.15, Theaterkanal: Woyzeck – von Büchner, mit Bernd...
