Theatertreffen 2010
Nach unzähligen Reisen, seitenlanger Votenprosa und vielstündigen Debatten hat die Jury des Theatertreffens so viel zeitgenössische Dramatik und internationale Koproduktionen wie selten für die Reise nach Berlin nominiert: Elfriede Jelineks Wirtschaftskomödie «Die Kontrakte des Kaufmanns» (Regie Nicolas Stemann) vom Thalia Theater Hamburg (Koproduktion mit dem Schauspiel Köln), Roland Schimmelpfennigs leichthändige Migrantentragödie «Der Goldene Drache» vom Burgtheater Wien (Regie der Autor), Dea Lohers Kleine-Leute-Oratorium «Diebe» (Regie Andreas Kriegenburg) vom Deutschen
Theater Berlin und Dennis Kellys rückwärts erzählter Gattinnenmord «Liebe und Geld» (Regie Stephan Kimmig), ebenfalls vom Hamburger Thalia Theater. Daneben haben es Victor Bodós Grazer Handke-Choreografie «Die Stunde da wir nichts voneinander wussten» (Koproduktion mit der Budapester Sputnik Shipping Company), Johan Simons und Paul Koeks Horváth-Inszenierung «Kasimir und Karoline» vom Schauspiel Köln (Koproduktion NT Gent und De Veenfabriek) und die New Yorker Off-Off-Truppe Nature Theater of Oklahoma mit ihrem biografischen Konzeptkunst-Musical «Life and Times, Episode 1» (Koproduktion Wiener Burgtheater) ...
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Anton Tschechow hätte sich vermutlich 1903 nicht träumen lassen, dass seine Szenen aus dem Landleben verarmender russischer Gutsbesitzer einmal den Lieblings-Bühnenspiegel einer bundesdeutschen Mittelstandsgesellschaft abgeben werden, deren Mitte so langsam der Stand wegbröckelt. Bei allen unübersehbaren Unterschieden gibt es gerade im «Kirschgarten» drei starke...
Es beginnt schon im Programmheft zu Laurent Chétouanes Büchner-Inszenierung. Zwei Texte von Roland Barthes kreisen darin um den Zustand der Erschöpfung, des fundamentalen Überdrusses, davon, «von unserer Lebensweise, unserem Verhältnis zur Welt genug zu haben. ... Alles wiederholt sich, alles dreht sich im Kreis: die gleichen Aufgaben, die gleichen Begegnungen,...
Was im Berlinale-Special läuft, ein buntes Bukett von Historischem, Neuem, gern auch gala-mäßig im Friedrichstadt-Palast, sucht Berlinale-Chef Dieter Kosslick höchstpersönlich aus. Dieser Umstand verspricht eher kulinarisches Kino (eine ganze Reihe unter diesem Titel, mit Abendessen kombiniert, gibt es mittlerweile auch). Auch gelungene Hausmannskost findet hier...
