The "Struggle" is over

... aber für das südafrikanische Theater hat der Kampf erst angefangen: gegen Theaterschließungen, den Zwang zur political correctness, Baströcke und Tingel-Tangel-Shows.

Im vergangenen Jahr feierte Athol Fugard, der international gespielte Altmeister des südafrikanischen Theaters, seinen 75. Geburtstag mit einem neuen Stück, «Booitjie & Oubaas» (etwa: Jungchen und Altbauer), in der Regie der erfahrenen Janice Honeyman und mit dem herausragenden Marius Weyers in der Rolle des siechen Alten.

Das rührende, wenn auch nicht grundstürzende Drama wurde in Kapstadt auf der kleinen Studiobühne des Baxter Theatre gezeigt, während gleichzeitig im vollbesetzten großen Saal sein 1971 entstandenes Apartheid-Stück «Sizwe Banzi ist tot» wiederaufgeführt wurde, übrigens, wie zur Premiere vor 35 Jahren, mit John Kani und Winston Ntshona. Der Jubel nach dem administrativen Ableben von Sizwe Banzi galt den beiden Altmimen ebenso wie der packenden Reprise aus der Zeit des Kampfes gegen die menschenverachtende Rassentrennung.

1995, ein Jahr nach deren Ende, hatte Fugard in «Valley Song» (Lied im Tal) das Thema noch einmal aufgegriffen, weniger kämpferisch, aber innig und sehenswert mit der einfühlsamen und wandlungsfähigen Quanita Adams als Enkeltochter Veronica, die aus dem engen Tal heraus und in die neue Zeit will. Dann folgte mit «Abgänge und Auftritte» eher ...

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Theater heute Juli 2007
Rubrik: Medien/TV, Seite 69
von Klaus Stadtmüller

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