Stuttgart: Alternative Lebenslügen

nach Anke Stelling «Schäfchen im Trockenen»

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Das sagt man gerne so dahin: Beim Geld höre die Freundschaft auf. Für Resi, Mitte 40, ist der Spruch aber bittere Realität geworden. Die Ich-Erzählerin aus Anke Stellings Roman «Schäfchen im Trockenen» wird mit ihrem Künstler-Mann und den vier Kindern von Kumpel Frank schlichtweg vor die Tür gesetzt. Untermietvertrag gekündigt! Rache ist bekanntlich süß. Die erfolglose Schriftstellerin hatte offenbar ein – sagen wir mal – nicht ganz freundliches Buch geschrieben, in dem sich Leute aus ihrer Clique wiedererkennen und negativ beschrieben fühlen.

Die Wohnungskündigung ist Anlass fürs Schreiben, für eine krasse, (auch selbst)entlarvende und von Abstiegsängsten befeuerte Abrechnung mit der alten Clique – ein langer Monolog Resis an ihre 14-jährige Tochter Bea, die alles besser machen soll als sie selbst.

Am Stuttgarter Staatstheater, im intimen Kammertheater, ist der Regisseurin Sabine Auf der Heyde eine gewitzte Übertragung des Romans gelungen. Der innere Druck, der dem suadahaften Prosatext innewohnt, setzt sich auf der Bühne unmittelbar frei. Das Tempo, das vom spielwütigen Quartett über zwei Stunden virtuos durchgehalten wird, ist gigantisch, die Textverarbeitungsquote hoch. Der ...

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Theater heute Februar 2020
Rubrik: Chronik, Seite 62
von Verena Großkreutz

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Daten (2/2020)

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15. Fuchs, Das Heimatlied
R. Winfried Tobias 

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16. Hauptmann, Die Ratten

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Augsburg, Theater
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