Slow up!

Thom Luz «Traurige Zauberer» in Mainz

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Alles low hier, low voltage, low speed, low key, auch low noise und vielleicht sogar, irgendwie, wenn das denn im Theater geht, low carb (oder fat). Ein kleiner, ganz und gar nicht auftrumpfender, langsamer Zaubererabend im Mainzer Großen Haus, von Thom Luz mit dem Musiker Mathias Weibel erarbeitet. Ein kleines Ensemble von Low-Performern (was in diesem Zusammenhang alles andere als abwertend zu verstehen ist) übt sich im Slow-up. Und alles ist, selbstverständlich, ziemlich lowtech: Die Magie der Dinge, des echten Theaters, verträgt kein technisch-digitales Brimborium.

Stehen, schauen, singen: Auch Thom Luz ist ein Meister des stumpf starrenden, kleinen Chors. Denis Larisch ist der Herr der Nebelmaschine, wie man in das Rohr hineinbläst, so kommt es heraus, eine Umzugskiste qualmt wie ein Wohnungsbrand, und eine Trommel macht Rauchringe, die über die gesamte Bühne sausen ­– um am Bauch von Antonia Labs zerschellen. Die sieht vor lauter roten Kleidern das Kostüm nicht mehr. Graham F. Valentine singt und mischt todernst österreichisches Deutsch und schottisches Englisch, Wer sind sie, hu, Who are you, huh, Who – vom Sublimen zur Blödelei ist nur ein Schritt –, während Ulrike Beerbaum ...

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Theater heute Juli 2016
Rubrik: Chronik, Seite 56
von Peter Michalzik

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