Our house is on fire!
Der menschengemachte Klimawandel ist die alles überwölbende Herausforderung der Gegenwart. Die immer dichter getakteten Nachrichten vom tauenden Permafrost, von Waldbränden, Artensterben und Korallenbleiche, von Dürren, Überschwemmungen und Tropenstürmen bestätigen die Prognosen der Wissenschaft, übertreffen sie in ihrer Geschwindigkeit sogar (dass wir hierzulande bislang mit verdörrten Bäumen und Temperaturrekorden davonkommen: pures geografisches Glück). Sieben Millionen Menschen weltweit sind bereits jetzt aufgrund des Klimawandels auf der Flucht – zweifellos erst der Anfang.
Dabei werden oft gerade jene Regionen unbewohnbar, deren Bewohner*innen den geringsten Anteil an den Treibhausgasemissionen haben. Sie lassen uns ahnen, welche Auswirkungen Massenmigration und die damit verbundene Klima-Ungerechtigkeit auf die bislang halbwegs stabil wirkenden Politik- und Wirtschaftssysteme der Hauptverursacher von Treibhausgasemissionen haben könnten – und auf die Spezies Mensch, die sich kaum vorstellen will, vielleicht nur eine Episode gewesen zu sein.
Während dank Wissenschaftler*innen, Aktivist*innen, Journalist*innen und Organisationen wie Fridays for Future oder Extinction ...
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Theater heute Oktober 2019
Rubrik: Foyer, Seite 1
von Eva Behrendt
Irgendwo im Tschetschenien des Jahres 1995, irgendwo in der blinden Wut des Kriegs haben General Alexander Orlow und drei Mittäter ein Dorfmädchen brutal geschändet. Diese Vergewaltigung mit Todesfolge bildet die Kernszene in dem jüngsten Roman von Nino Haratischwili. Von hier aus wirft die georgisch-stämmige Autorin ihre Erzählung weit vor und zurück, in ein...
Eine Notaufnahme für fünf Stimmen und eine
Take all from me / I just wanna be the girl you like
Beyoncé
Liebe ist Krieg
Mazlum Nergiz
If patriarchal masculinity estranges men from their selfhood,
it is equally true that women who embrace patriarchal femininity –
the insistence that females should act as though they are...
Von dieser Seite droht nichts Neues. Das Festival von Avignon in seiner 73. Ausgabe zeigt geradezu exemplarisch das Debakel einer arrivierten, institutionell etablierten, selbstgefälligen Linken in Frankreich. «Il faut réinventer la gauche», werden die soziologischen Revolutionäre um Didier Eribon, Edouard Louis, Geoffroy de Lagasnerie nicht müde zu rufen: Man muss...
