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Neue Stücke

Über Eigentum sprechen – und dann auch noch auf der Bühne? Das Performancekollektiv She She Pop packt das heiße Eisen im Berliner HAU2 mit «Oratorium. Kollektive Andacht zu einem wohlgehüteten Geheimnis» frontal liturgisch an. Die Dramati­kerin Gesine Schmidt hingegen hat in Regensburg Gespräche mit fünf Wohlhabenden geführt und das Material literarisch zu «Vermögend» verdichtet; Regie führt Mia Constantine. Wo viel Geld ist, gehen die Kinder öfter mal ins Internat.

Ersan Mondtags und Alexander Kerlins gleichnamiges Stück collagiert aus Film und Literatur bekannte Bildungsinstitute am Schauspiel Dortmund. Am Staatstheater Karlsruhe denkt Thomas Köck über den «Abfall der Welt» nach (R. Marie Bues), Konstantin
Küspert und Annalena Küspert in Münster über «Reichsbürger» (R. Julia Prechsl). Für die Wiener Burg hat Ferdinand Schmalz das Nationaldrama «jedermann» nicht nur in Kleinschreibung übertragen, sondern nach Strich und Faden umgedichtet (R. Stefan Bachmann), am Volkstheater entwickelt Yael Ronen mit Ensemble einen Abend über «Gutmenschen. #Fröhliche Apokalypse», und die Dänen Vinterberg/Rukov liefern am Theater in der Josefstadt eine Wiener Milieustudie mit dem ...

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Theater heute Februar 2018
Rubrik: Daten, Seite 57
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