Last Orders, please

Londoner Theaterleute über den unabwendbaren Abschied aus der Europäischen Union

Seit der britischen Vorweihnachtswahl ist klar: Jetzt ist Schluss mit lustig. Wie eine Platte mit Sprung hat Premier­minister Johnson bei jedem Kampagnenauftritt seine zwei Mantras vom «oven-ready deal» und «get Brexit done» runtergeleihert – selbst wenn er sich das Grinsen manchmal nicht verkneifen konnte. Für seine Ausdauer ist Alexander Boris de Pfeffel Johnson mit einer so großen Mehrheit belohnt worden, dass er parlamentarisch nun freie Bahn hat. Sein großer Get-Brexit-Done-Stichtag: der 31. Januar.

Wie geht es Londoner Theatermachern mit dem nun unabwendbaren Abschied von der EU? 

Einige formulieren ihr Elend eher pragmatisch-diplomatisch mit einem Schuss Stiff Upper Lip. So zum Beispiel Sam Pritchard, Associate Director der internationalen Abteilung am Royal Court Theatre: «Es gibt einige große praktische Unsicherheiten und Her­ausfor­derungen für uns als Organisation. Was bedeutet es für die Aufenthalte europäischer Künstler, wenn sie mit uns arbeiten, und für die Reisen, die wir zu Projekten innerhalb der EU machen? Womöglich Verlust von Zugang zu europäischen Subventionen für kollaborative Projekte? Höhere Kosten und Barrieren, wenn wir unsere Arbeit in Europa zeigen ...

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Theater heute Februar 2020
Rubrik: Foyer, Seite 1
von Patricia Benecke

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