Kindheit in a-Moll

nach Ulrike Almut Sandig «Monster wie wir» (U) im Anhaltischen Theater Dessau

«I’m taking a ride with my best friend. I hope he never lets me down again.» Diese voll Verzweiflung glühenden Depeche-Mode-Zeilen sind so etwas wie das Leitmotiv dieses düsteren Theaterabends voller Vampire, müffeliger Provinz. Hier leben zwei Kinder in einer Umgebung, in der Gewalt zwar nicht dominant, aber doch allgegenwärtig ist – ebenso wie das Schweigen darüber. Und auch die beiden Protagonisten, soviel sei vorausgeschickt, taugen sich gegenseitig nicht als unverbrüchliche Anker.

Wie zwei Vampire in schwarzem Grufti-Outfit steigen Cara-Maria Nagler und Andreas Hammer aus der flachen Bühne im Foyer des alten Theaters in Dessau. Sie stemmen den Bühnenboden auf, in dem überall Kohlen lagern, und lassen bei Bedarf die Bühnenplatten laut krachend nach unten fallen. Bühnen- und Kostümbildnerin Anna Brandstätter setzt ebenfalls auf klare Motive: die Kohle unterm Dorf, das Bild der Vampire. 

Diese finden sich reichlich im Roman «Monster wie wir», der hier zur Uraufführung kommt. Er stammt von Ulrike Almut Sandig, ist 2020 erschienen und erzählt in zwei großen und zwei kleinen Teilen die Geschichte von Ruth, ihrem Bruder Fly und dem Kinderfreund Viktor. Regisseurin Katrin Plötner hat ...

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Theater heute März 2022
Rubrik: Chronik, Seite 49
von Torben Ibs

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__________A Berg Heil
B Berg Heil
A über welchen Zustieg bist Du gekommen
B von Zermatt aus über Rotenboden
A über die Westflanke?
B nein, über die Südflanke, ich bin seitlich an der ehemaligen Moräne entlang Richtung Osten über die Platten gegangen
A vorbei am Riffelsee
B ja
A wie war die Dunstlage
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