Happy End, forever adieu
Titelgebende Tiere sind in beiden Stücken, bei Ibsen ist es eine Wildente, bei Grillparzer das gehörnte goldene Fell eines Widders, geopfert wird bei beiden, geliebt, geschlachtet. In einem Stück sind die Menschen so irrsinnig dicht in ihren Lebenslügen verstrickt, dass der Ausweg nur noch in einem Zerschneiden des Knotens, im Tod, liegen kann, im andern sind es die Prophezeiungen und Flüche der Götter, die das menschliche Handeln eigentlich immer schon bestimmten und die keinen Ausweg lassen, wenn es darum geht, sich so richtig tief in die Tragödie zu reiten.
Und natürlich sind in beiden Fällen Frauen, die zu sehr lieben, die Hauptverantwortlichen für das Leid des kleinen Bürgers einerseits und großer Helden, ja ganzer Länder andererseits. Ein Leid, das aber niemals zustande gekommen wäre, wenn die Kerle der Frauen nicht so fanatisch auf Ehre oder Macht fixiert gewesen wären. Auf jeden Fall sind die Menschen wie immer die dümmsten aller Geschöpfe, und deshalb heißt es: Happy End, forever adieu.
«Wildente», ein schneller Witz
Nun gibt sich Stephan Müller tüchtig Mühe, aus Ibsens «Wildente» möglichst viele komödiantische Momente herauszuarbeiten und feiert die norwegische Pointe ...
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Ein schöner Film, ein immer wieder lustiger Film. Ein schneller, wendiger und oft verblüffender Film. Wobei die Geschichte einer arbeitslosen, alleinerziehenden Alkoholikerin und ihrer ebenso bedürftigen, aber weitaus bodenständigeren Freundin, die als ambulante Altenpflegerin jobbt, natürlich nur bedingt komödientauglich ist. Da ist zuviel Echtwelt drin. Aber...
