Die Not am Ein- und Ausgang
Nach Europa, heißt es für die einen, in dessen besseren, reichen Teil für die anderen. Flucht, Migration, Asyl und legale Einwanderung sind Begriffe, mit denen Politik gemacht wird. Insbesondere seit die EU-Regel gilt, dass der Staat, der zuerst betreten wird, sich um den Notzugang von außen zu kümmern hat. Griechenland, Italien und Spanien sind damit nicht nur mehr gefordert, sondern zunehmend auch überfordert. Doch auf den Mittelmeerraum lässt sich das Problem nicht begrenzen.
In der Steiermark gibt es bei 1,3 Mio. Einwohnern gerade einmal 2.
400 Asylbewerber aus Staaten, in denen Menschen verfolgt werden. Die Arbeitsmigration innerhalb der EU zu regeln, dürfte indes die größere Aufgabe sein. In Deutschland, wo die Anerkennungsquote für Asylbewerber bei 2 Prozent liegt, hält die Politik auch die unlängst noch als unkalkulierbar geltende Arbeitsmigration inzwischen für ein beruhigtes Feld. Das Problem liegt vielmehr darin, dass alle diese Phänomene in der öffentlichen Wahrnehmung miteinander vermischt und schnell auf den dramatischsten Punkt gebracht werden: die Fluchtwelle aus Afrika und kriminelle Milieus um legale Einwanderung, die dann selbstverständlich Zwangsprostitution ...
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Theater heute März 2012
Rubrik: Magazin, Seite 59
von Thomas Irmer
Im Prolog seines «Puntila und sein Knecht Matti» verspricht Brecht Spaß «zentnerweise» und warnt, hier werde mit dem Beil gearbeitet. Irgendwie muss seitdem eine Spaßmaßinflation stattgefunden haben. Brechts Zentner sind heute Gramm. Bei Herbert Fritsch gibts Späße tonnenweise, und gearbeitet wird mit dem Kalauer. Grotesk, ohne Fabel, ohne Figuren, mit der...
Zuerst schiebt sich eine Hand – sie ist runzelig – ins Bild, die in einem Regal nach einer Tüte Milch greift. Eine alte Frau unter einem Kopftuch schlurft an die Ladenkasse und zahlt 49 Pence für das Lebensmittel. Margaret Thatcher kannte immer den Preis – den für Milch, den für die Prosperität Englands, den für die eigene Karriere und den für den Ruhm. Denis, ihr...
Es ist für uns unglaublich schwierig, diese Stelle kompetent zu besetzen.» Ist hier die Rede von einer Hauptdarstellerin oder einem neuen Chefdramaturgen? Nein: Tobias Veit, der künstlerische Produktionsleiter der Berliner Schaubühne, stöhnt über die nicht enden wollende Suche nach einer neuen Souffleuse.
Wie schwer kann es schon sein, mit dem Textbuch in der Hand...
