Die Höhepunkte der Saison 2008/09

Theaterkritiker sind Experten ihres Fachs, wer wollte das bestreiten? Interessanterweise widersprechen sich diese Experten die ganze Spielzeit lang. Doch am Ende, wenn "Theater heute" nach den Höhepunkten der Saison fragt, gibt es doch immer wieder großflächige Übereinstimmungen. Experten eben.

Die Höhepunkte der Theatersaison 2008/2009 stehen fest - 41 Kritiker haben im Auftrag von Theater heute abgestimmt. Am einstimmigsten fiel die Entscheidung über das „Theater des Jahres“ aus - 16 Stimmen gingen in dieser Kategorie an die Münchner Kammerspiele und ihren scheidenden Intendanten Frank Baumbauer.

Auch in Bezug auf das Beste Bühnenbild waren sich die Juroren ziemlich einig: Andreas Kriegenburgs rotierendes, gekipptes Auge für seine Münchner Inszenierung von Kafkas „Prozess“ erhielt 15 Stimmen.



„Inzenierung des Jahres“ wurde die Berliner „Möwe“ des verstorbenen Regisseurs Jürgen Gosch - in der übrigens auch die „Nachwuchsschauspielerin des Jahres“ Kathleen Morgeneyer zu sehen ist. Weitere Kategorien, über die die Theater heute-Jury abstimmte: Schauspieler/-in des Jahres, Dramatiker des Jahres, Ärgernis des Jahres.
 

 

 

 

Theater
des Jahres

Münchner Kammerspiele


(Foto: Andreas Pohlmann)

23 Jahre sind vergangen, fast ein Vierteljahrhundert, seit die Münchner Kammerspiele zuletzt das Theater des Jahres waren. Seitdem ist viel passiert – und an dem ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Theater-heute-Artikel online lesen
  • Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Theater heute Jahrbuch 2009
Rubrik: Service, Seite 142
von

Vergriffen
Weitere Beiträge
Gesprochen und beglaubigt

Ich habe einen Preis bekommen für ein Stück, das zu einem großen Teil aus Reden besteht. Das müßte man nicht eigens betonen, aber es gibt ja auch Stücke, in denen keiner spricht. Boten berichten von etwas, von dem man nicht sprechen kann (im Unterschied zu Stücken, in denen man nicht unbedingt sprechen muß, aber darf) und von dem sie noch dazu ein Teil sind. Sie...

Von Rittern und Rebellen

Der Rebell

Grün-lila-stichig flackert die digitalisierte Version eines 8mm-Films auf dem Bildschirm. Am trüben Himmel kreisen Hubschrauber. Passanten treten ins Bild; etliche von ihnen blicken misstrauisch in die Kamera. Mann trägt «Vokuhila» mit Schnauzbart, Frau Dauerwelle. Auf einem Parkplatz dösen Trabis. «Die Karl-Marx-Städter Innenstadt am 7. Oktober 89»,...

Vier Elogen...

Samuel Finzi: Einfach da

Zuerst war ich mit Birgit in Sczecinek (Polen). Sie war noch sehr jung, ich – jünger. Ein Jahr später war ich mit ihr in Wien. Dann in Berlin. Ich war mit Birgit auch in Paris. Ich war mit ihr in Athen. Auch in Zagreb und Sarajevo. In Montreal war ich auch mit ihr. 

 

Sogar in Chur (in der Schweiz) war ich mit Birgit. Und ich war mit ihr in...