Die große Konstante

Die Auswahljury für die Mülheimer «Stücke» hat sich in der Corona-Saison im digital-analogen Mischformat geübt. Die gute Nachricht betrifft die Textqualität.

Ja, es war ein besonderer Jahrgang. Und das ist, man muss es so banal festhalten, in erster Linie der Pandemie geschuldet. Nie zuvor wäre Business as usual für eine Theatersaison eine gute Nachricht gewesen. Es gab aber kein as usual, und das Business stockte obendrein, vor allem im Box Office. Umso erfreulicher, dass der Auswahljury der Mülheimer Theatertage 2021 der Festival-relevante Lesestoff in keiner Coronamutationsphase ausgegangen ist.

Die deutschsprachige Dramatik lieferte ihre Injektionen reichhaltig, stichhaltig und pünktlich – sofern sich das von außerhalb der Dramaturgenbüros beurteilen lässt.

Von den Folgen der Kultur-Shutdowns ist die Juryarbeit selbstredend so wenig verschont geblieben wie die Theaterszene. Wir lasen, wir listeten, wir fuhren auf Sicht, aber immer seltener ins Theater. Was natürlich am lamentablen Zustand der Reisefreiheit durch drei Staaten beziehungsweise 51 Bundesländer und Kantone liegt. In manchen Wochen war Stuttgart staufrei erreichbar und Wien eine verbotene Stadt.

Es entstand eine neue Videomeetingkultur, verbunden mit einem manchmal schon unheimlichen Zwang zur absoluten Gesprächsdisziplin. Es gab Livestreams und Geisterpremieren in ...

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Theater heute Mai 2021
Rubrik: Mülheimer Stücke, Seite 16
von Stephan Reuter

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20.15, arte: Tod auf dem Nil
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4./DIE...

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