Die bösen Zahlen

Ein tiefer Blick in die Statistik des Deutschen Bühnenvereins zeigt die Abgründe der Corona-Spielzeit 2020/21. Trotzdem: glücklich, wer damals ins Theater ging

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Jetzt ist sie amtlich, die Horror-Saison 2020/21. Der Deutsche Bühnenverein hat seine Statistik vorgelegt – mit der üblichen Zeitverzögerung, die offenbar nötig ist, um alle Zahlen der Theater zusammenzutragen. Nach dem ersten Pandemiestart und einem dreimonatigen Lockdown ab März 2020 war man einigermaßen hoffnungsvoll in die neue Spielzeit gestartet, nur um im September und Oktober die Inzidenzen fröhlich und bald ungebremst steigen zu sehen. Die Folge war der nächste Lockdown ab November ’20, der sich dann über unglaubliche sieben Monate zog, bis in Mai und Juni 2021.

Die statistische Quittung dafür ist ein Dokument des Grauens.

Gemessen an der letzten komplett vorpandemischen Saison 2018/19 ist die Anzahl der dem Publikum baulich zur Verfügung stehenden Plätze durch Sitzplatzsperrungen und ausgebaute Reihen von 259.384 auf 89.370 geschrumpft, die Anzahl der Veranstaltungen im Schauspiel von 21.894 auf 6572 zurückgegangen und die Zahl der Besucher (Schauspiel) von 5.080.587 auf 684.262 geradezu kollabiert. Über alle Sparten hinweg haben statt 20.146.221 Menschen nur noch etwa ein Zehntel, nämlich 2.170.996 ein Theater von innen gesehen.

Erstaunlicherweise gab es im Schauspiel ...

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Theater heute 4 2023
Rubrik: Foyer, Seite 1
von Franz Wille

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