Die Basics

... des Regie- und des Dramaturgen-Handwerks vermitteln zwei von Bernd Stegemann verantwortete Taschen­bücher, die in die Hand­bibliothek jedes Theaterwissenschaftlers gehören

Lektionen sind Lerneinheiten, das klingt streng. Und nützlich. Passt also gut als Gattungsbezeichnung über eine neue Reihe des Verlags «Theater der Zeit», die «Basiswissen über die Bereiche der Aus­bildung für das Theater» verbreiten will. Die beiden ersten Lektionen wenden sich den Bereichen Dramaturgie und Regie zu, wobei es zu ersterem fast doppelt so viel und sehr viel Schwergewichtigeres zu sagen gibt als zur Regie.

Fasslich und übersichtlich entwickelt der Regieband das Berufsbild des Regisseurs. Im historischen Exkurs beschreibt Jens Roselt, wie erst im 19.

Jahrhundert die Organisation des theatralen Prozesses die künstlerischen Weihen erhielt, Bernd Stegemann stellt Regiestile vom psychologischen bis zum postmodernen Theater vor, Luk Perceval und Robert Schuster steuern einen höchstpersönlichen Blick aufs Regieführen bei. Regisseure von Jan Bosse über Thomas Ostermaier bis Nicolas Stemann kommen in ausführlichen Gesprächen zu Wort. Die Leiter der wichtigsten deutschen Regieinstitute erläutern ihre Konzepte und Theaterbilder, und ein praktisches letztes Kapitel bündelt Zulassungsvoraussetzungen, Stu­dienaufbau und Personal der einzelnen Schulen. Easy Reading, und wer den ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Theater-heute-Artikel online lesen
  • Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Theater heute Dezember 2009
Rubrik: Buch, Seite 61
von Barbara Burckhardt

Vergriffen
Weitere Beiträge
Snapshot Beijing

Eines steht fest: Der Verkehr reißt nicht ab.

Um von A nach B zu kommen, nehme ich ein Taxi.

Taxifahrer 1: Herr Wang (sehr dünn).

Taxifahrer 2: Herr Wang (mitteldick).

Taxifahrer 3: redet ohne Unterlass und freut sich ungemein. Worüber, erschließt sich nicht sofort. Erst nach einer Weile begreife ich: Er redet nicht etwa mit mir, dem Fahrgast, sondern mit dem...

"Look to the money!"

Der erste Eindruck ist überwältigend: der Transrapid, der mit kaum gefühltem Tempo 430 ins Zentrum gleitet; Schnellstraßen, die in mehreren Etagen überein­ander die Stadt durchschneiden; die glitzernden Fassaden von ein paar hundert der insgesamt 4.000 Wolkenkratzer rechts und links der Highways; grellbunte Werbeblöcke als 24-Stunden-Service vom Taxi-Fernsehen bis...

Die Möglichkeitsform einer Komödie

Das Worst-Case-Szenario sieht in diesem Fall wie eine Mischung aus altmodischem TV- oder Rundfunkstudio, Kraftwerks-Kontrollraum und Raumschiff Enterprise aus. Die Schauspielerinnen und Schauspieler blicken uns durch ein in die hintere Wand der Bühne geschnittenes Panoramafenster an; sie haben große Kopfhörer auf und verschiedene bunt blinkende Lämpchen im Rücken....