«Assad ist radikal, nicht das Volk»
Es regnet, als ich Ayham Majid Agha auf der Terrasse der Gorki-Kantine treffe. Der 35-jährige Schauspieler und Theatermacher sitzt als einziger unter einem der Sonnenschirme und blättert im vielsprachigen Textbuch von Elfriede Jelineks/Aischylos «Die Schutzbefohlenen», das Ende Oktober in der Regie von Sebastian Nübling Premiere haben wird; gerade kommt er von den Proben.
Außerdem erschreckt er in Yael Ronens Ensemblestück «The Situation» als Syrer Hamoudi den von seiner eigenen Hilfsbereitschaft beseelten Deutschkursleiter Stefan (Dimitrij Schaad) mit fiesen Enthauptungsmärchen vom bösen IS. «IS is a joke», sagt Aghas Hamoudi mehrmals im Stück – und auch im Interview wird er diesen Satz viele Male sagen.
Agha blieb 2013 eher zufällig in Deutschland, als er nach einem Gastspiel bei den Theaterformen in Hannover nicht mehr in den Libanon seit Kriegsbeginn pendelte Agha zwischen Beirut und Damaskus reisen durfte. Inzwischen ist er mit der Berliner Autorin Olga Grjasnowa verheiratet und vor wenigen Wochen Vater geworden. Noch bevor ich die erste Frage stellen und das Aufnahmegerät einschalten kann, fängt Agha auf Englisch an zu erzählen.
Ayham Majid Agha Als die Revolution im ...
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Theater heute November 2015
Rubrik: Festung Europa, Seite 44
von
Aachen, Theater
12. von Schirach, Terror
R. Elina Finkel
20. nach Ende, Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch
R. Martin Philipp
Aalen, Theater der Stadt
6. Simon, Sunny Boys
R. Tonio Kleinknecht
29. Hub, An der Arche um Acht
R. Kevin Osenau
Altenburg/Gera, TPT
2. Miller, Tod eines Handlungsreisenden
R. Bernhard Stengele
Annaberg, Eduard-
von-Winterstein-Theater
15....
Mission accomplished: Die Medien titeln «Skandal», Tierschützer protestieren, Twitter läuft heiß, Kritiker und Theatermacherinnen strömen nach Dortmund, und Intendant Kay Voges distanziert sich rollengemäß «verärgert» von den wilden Aktivisten, die angekündigt haben, das putzige Jaguarbaby Raja im örtlichen Zoo umzulegen.
Level 2 stellt die deutlich größere...
His highness is not well.» Das kann man laut sagen. In Justin Kurzels Verfilmung der Tragödie von Macbeth wird allerdings meistens geflüstert. Es ist, als wäre die Welt da draußen, dieses majestätisch unheimliche Schottland, hinter einem Spiegel, in dem sich die Figuren mit fröstelndem Erstaunen mustern. Sind wir das, die all diese Dinge tun? Die immer neue Leichen...
