Andersdenken unerwünscht
Vormittags um zehn, am 15. Juni, drehen Geheimdienstleute dem Regisseur Bolat Atabayev vor seinem Haus in Almaty die Arme auf den Rücken und zerren ihn, während sich eine empörte Menge ansammelt, in einen Toyota, der ihn ins Untersuchungsgefängnis bringt. Seit Januar hat er Ausreiseverbot, steht seit Wochen unter Hausarrest. Grund dafür ist eine polizeiliche Vorladung zur Befragung über seine Rolle als Mitschuldiger an Streiks, Aufruhr und gewaltsamem Verfassungsbruch. Er ist der Vorladung nicht gefolgt, denn er sollte auch gegen Oppositionskräfte aussagen.
Die NSC-Beamten machen schnell klar, was solche Eigenmächtigkeiten bedeuten: Der herzkranke Atabayev wird in der Untersuchungshaft verhört, geschlagen und soll durch die glutheiße Steppe in die 3.000 Kilometer entfernte Erdölstadt Zhanozen gebracht werden.
Dort und in Shepte, in der Nähe des Kaspischen Meeres, kam es Ende Dezember vergangenen Jahres nach einem fast achtmonatigen Streik der Ölarbeiter zu blutigen Auseinandersetzungen mit den Sicherheitsorganen. Kasachstan will bis 2020 gern die Emirate bei der Ölförderung überholen, also wurde der Ausnahmezustand verhängt, es gab 13 Tote, über hundert Verletzte, Gebäude ...
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Theater heute August/September 2012
Rubrik: Foyer, Seite 1
von Thomas Engel
Erst vor Kurzem beschäftigte das Stuttgarter Staatsschauspiel sich en passant mit Albert Camus’ «Die Gerechten» (1949). Im nahe gelegenen Tübingen folgte jetzt mit Jean-Paul Sartres «Die schmutzigen Hände» (1948) das nächste Stück rund um die Frage, ob der politische Mord zur Durchsetzung hehrer Ideale gerechtfertigt sei. In beiden Fällen greift ein mit linken...
Andrzej Wirth Als ich 1966 zum ersten Mal nach New York kam, suchte ich über eine polnische Stiftung eine Unterkunft. Sie hieß nach dem polnischen Ingenieur und Emigranten Jurzykowski Foundation und führte an der East 37th Street ein Haus für Literaten und Künstler. Ich wohnte dort für ein paar Monate, mit anderen notgelandeten Polen. Es war nach der Zeit in...
Aachen, Grenzlandtheater
13.8. Hamilton, Gaslicht
R. Anja Junski
19.9. Shakespeare,
Ein Sommernachtstraum
R. Ulrich Wiggers
Aachen, Theater
21.9. Schwab, Präsidentinnen
R. Roland Hüve
23.9. Shakespeare, Macbeth
R. Ludger Engels
29.9. Herrndorf, Tschick
R. Lilli-Hannah Hoepner
Altenburg/Gera, TPT
30.9. Tabori, Mein Kampf
R. Deborah Epstein
Annaberg, Eduard-von-
Winterstein-Theater
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