Wo der Mensch den Himmel einreißt
Die Sonne als das lebensspendende Gestirn droht zur großen Verbrennerin menschlichen Lebens auf der Erde zu werden, denn der Planet wurde tüchtig ausgebeutet und jeglichen Schutzes beraubt. Ein klassisches mittelständisches Familienunternehmen, «a business not far away and auch nicht außerhalb europas» hat eine Geschäftsidee: Geo -engineering soll die Lösung sein, indem Salzpartikel in die Wolken injiziert werden, um somit einen Schutzschild vor der bedrohlichen Strahlung über die Erde zu legen – für einige Jahre zur Regeneration.
Eine Methode, die in der Wissenschaft durchaus im positiven Sinne als «Chemotherapie für die Erde» bezeichnet wird. Die «Nebenwirkungen» dieser Chemotherapie laufen aus dem Ruder in Thomas Köcks Stück und erzeugen eine verheerende Eiszeit. Es ist schlimmer als zuvor. Sun off! Nur für die Firma läuft es prächtig. Die Welt lässt sich offenbar nicht durch Unternehmungen retten, die einer Logik des Profits folgen. Privatwirtschaftliches Gewinnstreben und das Wohl der Allgemeinheit sind entgegen kapitalistischer Augenwischerei systemimmanent unvereinbar. Der Markt frisst seine Kinder: «zurück bleibt ein planet auf dem frisch froh der nächste dem nächsten den ...
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Theater heute Jahrbuch 2026
Rubrik: Neue Stücke, Seite 140
von Remsi Al Khalisi
«Alles ist möglich.» Wahlkampfparole der AfD Sachsen-Anhalt
«Die Kunst hat nur wenig direkte Auswirkungen auf andere Funktionssysteme, deshalb gibt es nur wenig gesellschaftliche Reaktionen auf die Ausdifferenzierung und Autonomie des Kunstsystems. Fälle, die auffallen, scheinen typisch solche zu sein, in denen andere Funktionssysteme ihre eigene funktionale...
Seltsames Déjà-vu: Nach einer durchaus ortstypischen Phase des Fremdelns und Grantelns, der gegenseitigen Belehrungs- und Unbelehrbarkeitsvorwürfe haben sich die Münchnerinnen und Münchner zuletzt doch wieder in ihr «Theater der Stadt» – die Münchner Kammerspiele – verliebt. Gerade rechtzeitig zum hundertsten Jubiläum: Im Herbst feiert man den Umzug des damals...
Theater heute
Die Theaterzeitschrift im 67. Jahrgang Gegründet von Erhard Friedrich und Henning Rischbieter
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