Komfortables Unrecht

Am Wiener Burgtheater entstaubt Philipp Stölzl Ferenc Molnárs «Liliom», und Mateja Koležnik zelebriert Gogols «Der Revisor»

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Langsam kommt sie in Fahrt, die neue Direktion Stefan Bachmann an der Burg. Und «langsam», das bedeutet auch, dass sie mit Inszenierungen punktet, die sich Zeit nehmen. «Nur ned hudeln», heißt es in Wien, nichts überstürzen. Mit dieser Devise fahren beide ausgezeichnet: die slowenische Regisseurin Mateja Koležnik, die sich im Akademietheater Nikolai Gogols Verwechslungskomödie «Der Revisor» angenommen hat, und Philipp Stölzl, der im großen Haus einen traumhaft traurigen «Liliom» von Ferenc Molnár zeigt.

Der «Liliom»-Abend versammelt eine Reihe von Premieren: Zuallererst handelt es sich um Stölzls Burgtheater-Debüt als Regisseur und sein eigener Bühnenbildner. In der Titelrolle ist Stefanie Reinsperger zu sehen. Sie brillierte vor etwa zehn Jahren in zwei Inszenierungen im Akademietheater (beide waren damals zum Theatertreffen eingeladen), bevor sie erst ans Wiener Volkstheater und dann ans Berliner Ensemble ging. Nun kehrt sie wieder an die Burg zurück.

Neu ist schließlich auch die Übersetzung. Bisher kannte man Molnárs 1909 uraufgeführtes Drama in der nach Wien verlegten Fassung von Alfred Polgar. Die Geschichte vom unwiderstehlichen Jahrmarkt-Ranschmeißer Liliom, der seine ...

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Theater heute Februar 2025
Rubrik: Aufführungen, Seite 18
von Martin Thomas Pesl

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