Wille zur Welle
Als anfangs der Musiker, Theater- und Filmkomponist PC Nackt (bürgerlich Patrick Christensen) von der Seite auf die Vorbühne tritt, führt und stützt er einen unsichtbaren Kollegen. Dieser oder diese muss sehr, sehr alt und zerbrechlich sein, so behutsam begleitet Nackt die offenbar deutlich kleinere Gestalt die Stufen von der Rampe hinunter zu den zwei Klavieren, die mittig vor der Bühne stehen. Bevor die beiden sich setzen und zu spielen beginnen, das eine Piano natürlich wie von Geisterhand, dreht Nackt sich zum Publikum, weist auf seine Begleitung, lächelt in den Applaus.
Der Pianist als Wille und Vorstellung – das erscheint zum Auftakt des Musiktheaterprojekts «Atlantis» rund um Arthur Schopenhauers Hauptwerk «Die Welt als Wille und Vorstellung» schon mal überaus verheißungsvoll.
Und war nicht schon das erste gemeinsame Musiktheaterprojekt von Hartmann und Nackt, der bereits als Teil des Elektro-Duos Apparat während Hartmanns Leipziger Intendanz bei mehreren Theaterprojekten mitgewirkt, darüber hinaus öfter mit Schorsch Kamerun gearbeitet hatte und als Komponist von Netflix-Serien ausgezeichnet wurde, ein voller Erfolg? Mit «Der Einzige und sein Eigentum» brachten die beiden ...
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Theater heute März 2024
Rubrik: Aufführungen, Seite 18
von Eva Behrendt
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Mit dem Eigenbedarf der Pflanze, die das Leben etwas erträglicher macht, hat Andy kein Problem. Die Sozialstunden sind zwar lästig, aber in ländlichen Gegenden sieht man das mit dem Kiffen nicht ganz so eng. Ziemlich bescheuert ist allerdings das mit der Bank. Kommt man aus einem Dorf wie Lovin, weiß die Sachbearbeiterin in der nächsten Kreisstadt, dass ein...
Die OP läuft unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Ein runder Vorhang schirmt sie nach außen ab. Der Assistenzarzt aber gönnt uns einen Blick ins Allerheiligste, der Vorhang öffnet sich. Da sehen wir ihn liegen, den armen Poch, Diagnose: totale Erschöpfung. Mehr weiß man nicht, aber operieren muss man doch. Wie wäre es mit einer Transplantation des Kopfes auf einen...
