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Die große Frage wird nicht immer gern beantwortet. «Warum Theater?», möchten Milo Rau und sein NT Gent endlich genauer wissen – natürlich auf Englisch – und fragen 106 internationale Performer*innen, Schauspieler*innen, Tänzer*innen, Regisseur*innen und Choreograf*innen nach dem Sinn ihrer Arbeit. Anlass ist Covid-19 und die damit verbundenen Lockdowns allüberall, die im nimmermüden Betrieb endlich einmal Zeit zur Besinnung lassen – und auch Sorge um die Zeit danach.
Kelly Copper vom Nature Theater of Oklahoma sitzt leider gründlich frustriert in ihrer New Yorker Wohnung und hat einfach zu schlechte Laune für optimistische Antworten: «Fuck, theatre, man. Right now fuck theatre. And theatre is fucked.»
Die Londoner Theaterwissenschaftlerin Tania El Khoury hat die ersten drei Anfrage-Mails ignoriert, um schließlich doch ihre gesammelte Theaterwut auszukotzen: «I dislike its hierarchical relationships, its church-like preciousness, its inaccessability, its whiteness, its elitism, its racism, its classism, its sexism ...» Die Liste der Anklagen ist noch lang. Die Dramatikerin und ehemalige Theaterleiterin Nicoleta Esinencu aus Chisinau/Moldawien steht ihr in Theaterabscheu in nichts ...
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Theater heute März 2021
Rubrik: Theaterbuch, Seite 42
von Franz Wille
Manchmal muss ein Festival gar nicht an einen Gedenktag anknüpfen, damit sein Programm hochaktuell erscheint. So ist es jetzt beim Digitalfestival «Diaspora Europa» gewesen, das vom 27. bis zum 31. Januar auf der Homepage der Berliner Volksbühne zu sehen war.
Das von Shelly Kupferberg und Tímea Junghaus kuratierte Festival gab einen aufschlussreichen Einblick in...
Im Foyer steht ein schmaler, blasser Vampir. Es ist Harald Wolff. Genauer, ein Avatar des Vorsitzenden der Dramaturgischen Gesellschaft (dg). Er selbst verbringt die Jahrestagung der dg vor dem Laptop, wie wir alle. Aber statt das alljährliche Treffen als die gefühlt 1642. Videokonferenz seit Corona zu veranstalten, hat die dg 2021 den Sprung ins noch Virtuellere...
Sivan Ben Yishais Stück Wounds Are Forever (Selbstportrait als Nationaldichterin) ist aufgrund der komplexen Gestalung in diesem CMS nicht darstellbar. Bitte sehen Sie es im E-Paper an oder schicken Sie unter Angabe Ihrer Abo-Nummer eine Mail an redaktion@theaterheute.de, wenn Sie es als PDF wünschen.
