Kuratorenkunst: Krisen-Screening

Das Goethe-Institut präsentiert zusammen mit den Münchner Kammerspielen das Festival «Europoly»

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Europa knirscht in seinen Grundfesten. In Brüssel und an den diversen Binnen- und Außengrenzen wird immer hektischer daran gearbeitet, die inneren Fliehkräfte, die es zu zerreißen drohen, und den Ansturm der Hilfesuchenden von außen noch irgendwie zu harmonisieren. Grund genug, auch in der künstlerischen Praxis nach stabilisierenden Zwischenböden zu fahnden, weshalb sich das Goethe-Institut bereits seit Längerem um die strukturelle Vernetzung europäischer Künstler unterhalb der Ebene der großen internationalen Festivals bemüht.

Nachzufragen, wie freie Künstler(-kollektive) als früh in Mitleidenschaft gezogene Seismografen der Gesellschaft die Auswirkungen der europäischen Krise wahrnehmen und wie sie ihr begegnen, war denn auch der Ansatzpunkt für das von den Kuratorinnen Anna Mülter und Dorothee Wenner zusammen mit den Münchner Kammerspielen, dem Onassis Cultural Center Athen, dem Sirenos-Theaterfestival Vilnius, dem Teatro Maria Matos Lissabon und dem Tiger Dublin Fringe über drei Jahre entwickelte Kleinfestival «Europoly», das nun zunächst mal in München zu sehen war.
Die Eröffnungsproduktion «Clean City» aus Athen zeigt denn auch gleich, wie interkultureller Transfer ...

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Theater heute April 2016
Rubrik: Magazin, Seite 67
von Silvia Stammen

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