Inszenierung des Widerstands

Seit fünf Monaten halten Künstler das römische Teatro Valle besetzt

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Die arabischen Frühlingswinde hatten schließlich auch das im Berlusconismus erstarrte Italien erreicht und hier einen Sturm in der Theater-Landschaft entfacht. In seinem Zentrum steht das Teatro Valle in Rom, das am 14. Juni 2011 von einer Gruppe von Regisseuren, Autoren, Schauspielern, Kostümbildnern, Technikern und Aktivisten besetzt wurde und seitdem Teatro Valle Occupato heißt. Im Herzen der Ewigen Stadt, nicht weit entfernt vom Pantheon, öffnete das Teatro Valle im Jahre 1727 erstmals seinen Vorhang und zählt heute zu den ältesten noch in Betrieb stehenden Bühnen Roms. Am 9.

Mai 1921 wurde hier Pirandellos «Sechs Personen suchen einen Autor» urauf­geführt. Das Schicksal des Theaters ist zur Zeit indes sehr ungewiss. «Kultur kann man nicht essen!», lautete die gerne wiederholte Botschaft der Vertreter der Mitte-Rechts-Regierung, die mit ihrem Sparprogramm das Kulturbudget drastisch gekürzt hat.

Den größten Angriff auf die Darstellenden Künste markierte der Finanzplan des Jahres 2010, mit dem unter anderem die «Ente Teatrale Italiano» (ETI), die staatliche Bühnenverwaltung, abgeschafft wurde. ETI war sowohl für die Förderung des italienischen Theaters im Ausland als auch für die ...

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Theater heute Dezember 2011
Rubrik: MAGAZIN/AUSLAND, Seite 57
von Elena Basteri

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