Wer hat die dicksten Pelze?
Ein Jahr wohnt das Theater nun im Netz-Asyl. Ein Jahr, bei kurzer Sommerspielzeit-Lockerung, in einem an sich filmisch dominierten Medium, mit dem das Theater lange gefremdelt hatte. Der Erfahrungszuwachs ist frappierend. Im ersten Corona-Lockdown 2020 wurde im spontanen Ringen um Sichtbarkeit alles an die digitale Rampe gewuchtet, was die hauseigenen Videoarchive hergaben: wackelige Aufführungsmitschnitte, mit wenigen Kameras gedreht, mitunter auch Bilder aus Generalproben, das meiste davon ursprünglich zur internen Dokumentation gedacht.
Diese Bewegtbilder dienten nunmehr als Souvenirs und Grußkarten an das abwesende Publikum. Die Qualitätseinbußen nahm man als Zuschauer mit Herzblut hin.
Der Sommer unseres kurzen Vergnügens wurde von pfiffigen freien Gruppen und wachen Häusern nicht nur zum Spielen genutzt, sondern auch zur Daseinsvorsorge für die erwartete zweite Corona-Welle. Inzwischen gibt es einen Pool an genuin fürs Netz produzierten Stücken. Und es gibt Inszenierungen, bei denen das Ausweichen ins Internet schon mitgedacht wurde. So am Deutschen Theater Berlin bei René Polleschs «Melissa kriegt alles». Aus dem Probenprozess heraus hat das Deutsche Theater Berlin in ...
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Theater heute März 2021
Rubrik: Aufführungen, Seite 53
von Christian Rakow
Fast genau ein Jahr ist es her, dass Mitte März 2020 der gesamte Spielbetrieb über Nacht auf null gebracht wurde – Maschinen stopp! aus voller Fahrt –, ein bis dato einmaliger Vorgang, anfangs noch deklariert als kurzer kollektiven Kraftakt, um bald wieder zum glücklichen Normalzustand zurückzukehren. Doch der ist nach vorsichtigen Lockerungsversuchen im letzten...
5./FREITAG 20.15, 3sat: Maximilian – Das Spiel von Macht und Liebe (1/3)
Fernsehfilm (Österreich/Deutschland
2017) von Andreas Prochaska, mit Christa Théret, Jannis Niewöhner, Alix Poisson, Jean-Hugues Anglade, Miriam Fussenegger
21.45, 3sat: Maximilian – Das Spiel von Macht und Liebe (2/3) 21.45, 3sat: Maximilian – Das Spiel von Macht und Liebe (3/3)
7./SONNTAG...
«Theater heute» möchte etwas über die Situation der Theaterszene in Israel erfahren. Nein – nicht etwa infolge der letzten sogenannten Initiative deutscher Kulturschaffender, in deren Rahmen sie das moralische Recht verfechten wollen, sich hemmungslos anti-israelisch zu äußern, ohne sich gleichzeitig des Antisemitismus bezichtigen lassen zu müssen. Die Aktion...
