Was fehlt?

Tanz auf dem Minenfeld. She She Pops «Frühlingsopfer»

Theater heute - Logo

Tanz auf dem Minenfeld
She She Pops «Frühlingsopfer»

Seit ein paar Jahren ist es keine Sensation mehr, dass sich unter den zehn auserwählten Theatertreffen-Inszenierungen ein oder zwei in der Freien Szene wurzelnde Produktionen finden. Dieses Jahr allerdings wurde nur das post-marthalerische Theater des bis vor kurzem noch frei produ­zierenden Regisseurs Thom Luz eingeladen, just als ihn das Schauspiel
Hannover für Judith Schalanskys «Atlas der abgelegenen Inseln» in der Cumberlandschen Galerie engagierte.

Generell war das Interesse der Stadttheater für KünstlerInnen der Freien Szene nie größer, beobachten die tt-Jurys längst auch die freien Produktionshäuser, geben allerdings auch die materiellen Möglichkeiten der festen Häuser freien Theatermachern oft erst den entscheidenden Schub.

Das Performance-Kollektiv She She Pop allerdings schaffte es vor fünf Jahren ganz ohne eine solche Allianz mit der «Lear»-Paraphrase «Testament» zum Berliner Leistungstreffen. Verspielt und humorvoll, vor allem aber glaubwürdig durch die Präsenz der realen Väter, schlugen sie den Bogen von ihren privaten Väter-Töchter-Beziehungen zur universellen Shakespearefrage des Tauschwerts von Liebe und Geld. Vor ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Theater-heute-Artikel online lesen
  • Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Theater heute Mai 2015
Rubrik: Theatertreffen Berlin, Seite 38
von

Weitere Beiträge
Die will nur spielen

Wenn junge Schauspielerinnen ans Burgtheater engagiert werden, fangen sie üblicherweise erst einmal klein an. Oder sie spielen klassische Jungschauspielerinnenrollen wie Julia oder Luise. Stefanie Reinsperger, damals noch 26, debütierte vergangenen September mit dem fünfzehn Minuten langen Solo eines «schwarzen Negers aus Somalia», der sich wegen Piraterie vor...

Die neue Hauptsache

Jeder Juror des Berliner Theatertreffens ist eigentlich eine tragische Figur. Denn immer macht er oder sie viel mehr Menschen unglücklich als glücklich: enttäuschte Künstler, zornige Lokalpatrioten, die nicht verstehen, warum ihr Theater wieder nicht eingeladen wurde, Kollegen und Kommentarspaltenschreiber, die sich die Haare über die Auswahl raufen. Jedes Jahr...

Zur Stunde Null ausgerechnet Kroetz

Auen und Wiesen, Paddelboote mit bemützten Männern schlagen kleine Wellen in das ruhige Wasser, die «Weiße Flotte» bringt Eltern mit ihren Kindern in frisch gestriche­nen Schiffen an verträumte Orte mit Ausflugslokalen und ganzjährig genutzten Campingplätzen.

Beschaulich, behaglich oder gar betulich sind nicht die üblichen Adjektive für die neue Dramatik, und somit...