Rein in die Theatereingeweide

Ariane Koch «Kranke Hunde» am Schauspielhaus Basel

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Die OP läuft unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Ein runder Vorhang schirmt sie nach außen ab. Der Assistenzarzt aber gönnt uns einen Blick ins Allerheiligste, der Vorhang öffnet sich. Da sehen wir ihn liegen, den armen Poch, Diagnose: totale Erschöpfung. Mehr weiß man nicht, aber operieren muss man doch.

Wie wäre es mit einer Transplantation des Kopfes auf einen neuen Rumpf?

Der Assi zoomt mit der Kamera unerbittlich durch die offene Bauchdecke in die Eingeweide des Patienten hinein (nicht sehr realistisch, zum Glück), die Projektion verlagert sich auf die Rückwand des OP-Saales. Doch dann steigt Poch aus, und als sich der Vorhang um den OP-Saal im Basler Schauspielhaus ein zweites Mal öffnet, liegt dort zwar noch sein Körper (mit Puppenkopf), aber Marie Löcker steht neben sich, sozusagen, und sucht als Pochs Hirn nach einem Ausweg aus der Krankheit.

Regisseur Sebastian Nübling hat für seine Uraufführung von «Kranke Hunde» das Werk der Hausautorin Ariane Koch sehr frei interpretiert. Dass Kochs Poch ein Windhund ist, der beim Wettrennen einfach umfällt – geschenkt. Es dauert lange, bis überhaupt das Wort «Hund» fällt, und es bleibt bis zum Schluss ein Dranklebsel an das, was ...

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Theater heute März 2024
Rubrik: Chronik, Seite 54
von Valeria Heintges

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