Mehr Sand ins Getriebe

Die Schauspielerin Bettina Stucky fordert mehr menschliche Genauigkeit statt Effizienz

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Wenn ich mich zu diesen Themen als Schauspielerin an einer Staatlichen Bühne äußern soll, komme ich mir eher wie eine Soziologin vor, die sich ihrer eigenen Herkunft, ihres Alters und Geschlechts, ihrer Privilegien in hohem Maße bewusst sein muss! In diesem Sinne hoffe ich, mich möglichst präzise auszudrücken. 

Im Kern hat der Großteil der sogenannten Theaterdebatte, die in den letzten Jahren endlich in Gang gekommen ist, für mich meist mit Macht zu tun und dem aus Machtmissbrauch resultierenden mangelnden Respekt.

Natürlich auch mit Verteilung von Geldern und Zuschüssen. Dass Kultur nicht auf der 1:1-Ebene eine profitable Rechnung aufweisen kann, ist spätestens seit zwei Jahren klar. Kunst ist im wirtschaftlichen Sinne nicht systemrelevant, das war sie aber nie, trotzdem halte ich sie gesellschaftlich für höchst relevant und nicht nur für einen Luxusartikel. 

Innerhalb des Theaterbetriebs geht es immer wieder um fließende Grenzen, was zum gemeinsamen Einverständnis und zur Basis von Arbeit gehört, wo letztlich diese Grenzen liegen. Wird dies klar und transparent ausgehandelt oder nicht? Auf allen Seiten und Ebenen? 

Diese Grenzen und die Aufgaben und der gesamte Prozess sind in ...

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Theater heute Jahrbuch 2022
Rubrik: Transformation, Seite 62
von Bettina Stucky

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