Meet the opposite
Gob Squad haben sich immer schon mit dem realen Raum außerhalb des Theaters beschäftigt, die Theatralik im Alltäglichen gesucht. Und die Umstände und Bedingungen, unter denen etwas entsteht, zum Thema gemacht und mit auf die Bühne gebracht. Wir haben in den meisten unserer Projekte gezielt die Einmaligkeit des Augenblicks markiert. Nun in der Krise haben sich viele Künstler*innen genau daran versucht. Das fühlt sich erstmal gut an: Wir sind nicht allein.
Welcome to our world – built with you in mind! The world becomes your script, the bedroom is your set, your clothes are now the wardrobe department. So how do you see it now? When life itself is actually the work of art, your children, your mother and your flat-mates also become actors and performance artists.
Willkommen in einer Welt ohne klare Grenzen zwischen Performance und Theater, Zuhause und Bühne, Live-Film und Video-Performance. Vielleicht hat die Krise uns allen näher gebracht, was inspirierend daran sein kann, außerhalb des Theaterraums zu arbeiten, und was schwierig. Wo die Rahmung der Bühne hilft und wo es gilt, woanders einen Rahmen aufzubauen (um damit die Rahmung an sich zu thematisieren). Bestimmt hat die Krise ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute Jahrbuch 2020
Rubrik: Antworten auf die Zukunft, Seite 60
von Gob Squad
Great wide open, das klingt wie ein Versprechen und ein Abgrund zugleich. Oder wie ein (natürlich abgesagtes) Tennisturnier. «A rebel without a clue» ist der nachwuchsmusikalische Protagonist in Tom Pettys James-Dean-Abgesang «Into The Great Wide Open»: ein Aufbegehrender, der nicht nur keinen Grund, sondern außerdem noch keine Ahnung hat. Ein solcher kann eben...
Ich habe keine wirklich klare Antwort auf die Frage: «Was muss bestehen bleiben, was soll sich ändern?» Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass uns die Sturheit von Helge Schneider, den ich absolut klasse finde, nicht weiterbringt: Er wendet sich per Video an seine Fans und erzählt davon, dass er eigentlich in Rente gehen könnte, weil er schon früh angefangen hat...
Dass die Gefährdeten einer Gesellschaft unter einen besonderen Schutz gestellt werden und Konsens darüber erlangt wird, dass das Leben eines jeden einzelnen Menschen einen Wert hat und geschützt werden muss, hatte ich in diesem Ausmaß bis zu den Corona-Schutzmaßnahmen noch nicht erfahren dürfen. Leider. Aber jetzt war es möglich. Unerwartet. Konsequent.
Der Staat...
