Zittern, hoffen, zagen

Sechs Opernpremieren hat das Tschechische Nationaltheater Prag für die kommende Spielzeit angekündigt: Im Stammhaus an der Moldau etwa soll es Ende Oktober einen neuen «Simon Boccanegra» geben – David Pountney überarbeitet seine alte Inszenierung von der Welsh National Opera (1997), am Pult steht Jaroslav Kyzlink, seit 2012 «Chefdirigent der Tschechischen Nationaloper»; Kyzlink leitet auch den «Tannhäuser», der im Januar 2014 vom Moskauer Stanislawski-und-Nemirowitsch-Dantschenko-Musiktheater an die Staatsoper kommt (Regie: Andrejs Zagars); im März dirigiert Jan La

tham-Koenig «Das schlaue Füchslein», Regie führt Ondrej Havelka; im April folgt «Die lustige Witwe» (Enrico Dovico, Martin Otava), im Juni sind am Ständetheater Purcells «Dido and Aeneas» und «Coronide», ein 2000 uraufgeführter Einakter von Vít Zouhar, vorgesehen (David Svec, Rocc). Ob die Premieren wie geplant stattfinden, ist allerdings noch fraglich: Wenige Monate vor Beginn der neuen Saison steht keine einzige Besetzung fest. Man lebt von der Hand in den Mund. Seit (der inzwischen abgelöste) Kulturminister Jirí Besser die Fusion der bislang selbstständigen Staatsoper mit dem Nationaltheater verfügte, prägen Querelen ...

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Opernwelt Juni 2013
Rubrik: Magazin, Seite 74
von Albrecht Thiemann