Liebe auf den zweiten Blick
Ein heißer Samstag Anfang Juli, die Stadt summt von Touristen, es ist Filmfest, Tollwood auf dem Olympiagelände und bestes Badewetter für die Isar oder den Starnberger See. Eigentlich kein Tag, um sich freiwillig zehn Stunden Antiken-Binge-Watching im Theater anzutun. Trotzdem ist in der Kammer 1 mittags um 13 Uhr kaum ein Platz frei geblieben. Gespielt wird «Dionysos Stadt», die Inszenierung des Jahres von Christopher Rüping, zum letzten Mal in dieser für die Münchner Kammerspiele seit Matthias Lilienthals umkämpftem Einstand erfolgreichsten Saison.
Das Publikum ist bunt gemischt, Schülercliquen und grauhaarige Abonnenten, manche kommen schon zum zweiten oder dritten Mal. Die Hautfarbe ist nach wie vor überwiegend weiß, das schon, aber die Übertitel in Englisch und manchmal, wenn auf der Bühne Englisch oder Arabisch gesprochen wird, auch in Deutsch, gehören längst selbstverständlich dazu. «If there will be an improvisation without surtitles, ask your bavarian neighbour. He will translate for you», beruhigt Nils Kahnwald anglophone Zuschauer bei seiner Einführungs-Conference. Kein Zweifel, wir sind hier im weltoffensten Theater der Stadt – und nun – Glückwunsch! – auch noch im ...
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Was haben ein Dreckspfau, ein Spatz, ein Bussard, eine Rauchschwalbe, ein Zilpzalp, eine Feldlerche, eine Krähe, vier unterschiedliche Arten Meisen, ein Flamingopärchen, eine Pute, ein Huhn & eine Henne, eine weiße Taube und natürlich der titelgebende Bookpink, plattdeutsch für Buchfink, gemeinsam? Sie sind menschlich, allzu menschlich.
Caren Jeß’ federführendes...
Vor undenklichen Zeiten war das Marmaroscher Gebiet in den Waldkarpaten von Riesen bewohnt. Als ihre Zeit zu Ende ging und nur ein einziger von ihnen noch in der Gegend lebte, begegnete seine Tochter Rosalia eines Tages bei einem Spaziergang am Fluss kleinen Menschen, wie sie sie noch nie zuvor gesehen hatte. Sie fing einige in ihrer Schürze und brachte sie heim....
Ander gräbt. Seine Hände sind verbunden, sie eitern unter den Verbänden. Trotzdem arbeitet er weiter an diesem Tunnel unter seiner Hütte, im sandigen Grund. Auch wenn jetzt niemand mehr kommt, will er vorbereitet sein. Denn irgendwann werden sie doch wieder kommen, und dann wird dieser Tunnel seine Goldgrube sein.
Ander ist eine der Figuren, die im «Territorium»...
