Kontinentaler Perspektivwechsel

Christian Watty präsentiert seine erste Euro-Scene in Leipzig und setzt verstärkt auf internationale Koproduktionen

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Zwei junge Menschen tippen auf ihren Handys rum. Hochkonzentriert. Mehr passiert in «Pleasant Island» nicht. Doch aus diesem radikal minimalistischen Ansatz entwickelt sich ein genresprengender Theaterabend, der irgendwo zwischen Reportage, Theater-Feature und Multimediakunst seinen Platz sucht – und auf der Euro-Scene in Leipzig einen gefunden hat. Es ist eines von vier Theaterstücken im Programm.

Der neue künstlerische Leiter Christian Watty, der dieses Tanz- und Theaterfestival von der langjährigen Leiterin Ann-Christin Wolff übernommen hat, will es programmatisch neu ausrichten: internationale Koproduktionen, weniger Osteuropabezug, mehr Einbinden lokaler Akteure. Watty ist Tanzkurator und kennt die Euro-Scene gut. Er saß im künstlerischen Beirat und wechselte nahtlos in die künstlerische Leitung. Der europäische Tanz im großen und kleinen Format bleibt ein Schwerpunkt, die Theaterschiene mit zwei koproduzierten Premieren und einer deutschen Erstaufführung fokussiert 2021 auf dokumentarische Formate.

Smartphone-Dramaturgien

Wie eben «Pleasant Island», wo sich Silke Huysmans und Hannes Dereere auf ihren Smartphones durch Geschichte und Gegenwart des Inselstaates Nauru bewegt, ...

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Theater heute Januar 2022
Rubrik: Festivals, Seite 52
von Torben Ibs

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