Komm auf den Elfenrave

Die Ruhrtriennale beschließt die dreijährige Intendanz von Barbara Frey mit Produktionen von Florentina Holzinger, Mats Staub, Marco Layera, Mette Ingvartsen und der Festivaldirektorin selbst

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Da teilen sie die Massen, gekommen zu Hunderten zum Rave in die Jahrhunderthalle. In jener lässigen, unaufgeregten, königlichen Nacktheit, nur Sicherungsgürtel um die Taille, schreiten Florentina Holzinger und zwei ihrer Performerinnen zum riesenhaften Weihrauchpendel, das über der Tanzfläche sakrale Aromen verströmt. Die eine sichert von unten, die anderen klettern hoch, schmiegen sich fest an das Gefäß, schaukeln sich zu zweit in Höhen, lehnen sich ekstatisch nach hinten, schwingen im Gleichklang.

Und lassen sich elegant und graziös wieder nach unten gleiten, um erhaben zu verschwinden. Sie überlassen den Dancefloor dem Partyvolk: Nebel zischt ein, Bässe wummern gegen die Bauchdecke, quallenartige Meeres -wesen winden sich auf Videoleinwänden.

Holzinger hat zum Rave auf der Ruhrtriennale geladen – und untersucht mit dem Essener Kollektiv The Third Room, wie sich sakrale Räume neu gestalten lassen. Nur ein Bruchteil der Eintrittskarten wurden hier an landläufiges Theaterpublikum vergeben, aber doch passt irgendwie alles zusammen, die knapp bekleideten, glitzernden, bestimmt bedröhnten Feierwesen zu eher älteren Ruhrtriennale-Besuchern. Meditativ konnte man sich erstmal zu Cello- ...

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Theater heute November 2023
Rubrik: Festivals, Seite 30
von Dorothea Marcus

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