Im eigenen Film
Verbraucherschützer raten: Vor Vertragsabschluss immer das Kleingedruckte lesen! Denn dort, in den AGB, stehen oft Sonderklauseln, verstecken sich Konditionen für Lieferfristen oder Reklamationen. Fortune, die Hauptfigur in Simon Stephens’ gleichnamigem Stück, hat dies versäumt. Zu eilig hat er Häkchen und Unterschrift unter den Vertrag gesetzt.
Dabei hat die verdächtig asymmetrisch geföhnte Lucy mit den unheimlichen schwarz geschminkten Lippen (dreifach gespielt von: Sascha Icks, Katharina Kessler und Thomas Kienast) ihn noch gewarnt: «Da ist eine Liste der Konsequenzen, die es hat, wenn du alles kriegst, was du immer haben wolltest.» Aber der Teufel steckt ja bekanntlich im Detail, in diesem Stück sogar hinter der ganzen Geschichte, in jener niedlichen «Luzifer»-Abkürzung. Und als Fortune endlich begreift, dass er alles verloren hat, werden diese AGB wirksam: Sein Pakt mit dem Teufel ist unkündbar.
Christian Schlüter, der gemeinsam mit der Dramaturgin Claudia Lowin seit dieser Spielzeit die Schauspielsparte am Theater Osnabrück leitet, hat Stephens’ «Faust»-Überschreibung zur deutschen Erstaufführung gebracht. Darin ist Fortune George ein Londoner Filmregisseur in der ...
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Theater heute Dezember 2021
Rubrik: Chronik, Seite 57
von Katrin Ullmann
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