Im Banne des Kometen
Einer der Gründe, warum die Volksbühne des Vierteljahrhundertintendanten Frank Castorf bei ihren Fans Ewigkeitsrechte genoss, war und ist: P14. Der Jugendclub des Hauses hat sich seit seiner Gründung 1993 den Ruf erworben, die eigenwilligste, autonomste, unpädagogischste, unverschämt beste Talenteschmiede unter der Sonne zu sein. Mindestens. Bei P14 hatte man die anarchischen Arbeits- und Spielweisen der Heldinnen und Helden Castorfs durchaus im Blick, aber es gab doch so viel Raum zur eigenen Entfaltung, dass hier in Serie junge Originale heranwachsen konnten.
Spieler*innen wie Lilith Stangenberg, Maximilian Brauer, Lisa Hrdina oder die jung verstorbene Maria Kwiatkowsky gingen aus P14 hervor, Theatermacher*innen wie Nele Stuhler oder Jan Koslowski.
Und Bonn Park. Der gebürtige West-Berliner mit koreanischen Wurzeln (Jahrgang 1987) stand hier nach 2008 kurzzeitig auf der Bühne, wechselte bald ins Metier der Stückentwicklung und zur Regiearbeit, bevor er sich an der Universität der Künste im einschlägigen Studiengang «Szenisches Schreiben» zum Dramatiker ausbilden ließ. Mit «Drei Milliarden Schwestern» ist er nun zu P14 zurückgekehrt, als Autor und Regisseur in Personalunion, ...
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In gewisser Weise bin ich in einem gigantischen Kunstwerk groß geworden: in einer alten Mühle, mitten in der Natur, direkt am Fluss mit einem riesigen Garten, einem Teich, einem Atelier, einem Puppentheater und viel, viel Kunst.
Dies war ein perfektes «Biotop für Menschen», das von meinem Vater, Eugen Mahler, einem leidenschaftlichen Naturforscher und Künstler,...
Torsten König war das Licht in all meinen Inszenierungen an der Volksbühne. Er ist in Warnemünde mit dem Fahrrad verunglückt, am helllichten Tage, niemand hat es gesehen und konnte bezeugen, was geschehen ist. So wie ich ihn bei der Arbeit gar nicht bemerkt habe. Er hat parallel zu unseren Proben geleuchtet. Es war so selbstverständlich und erstmal unauffällig....
Sind Sie verzweifelt oder hegen suizidale Gedanken oder stellen diese bei Bekannten fest, wenden Sie sich bitte an Menschen, die dafür ausgebildet sind.»
Wenn wir Google oder eine andere Maschine mit der Suche nach Suizid, Selbstmord oder Freitod beauftragen, stoßen wir am Ende der vorgeschlagenen Seiten immer wieder auf Aufforderungen dieser Art. Es folgen...
