«Ich will nicht mit Netflix konkurrieren»
Tobi Müller Mit «Holozän», dem Abend nach der Novelle von Max Frisch, ist Ihnen ein Hit zum Klimawandel gelungen, mit Einladungen und Preisen. Die Nachfolgearbeit heißt «Afterhour» und wurde als Poem zur Post-Pandemie verstanden. Im Nachtleben ist eine Afterhour allerdings ein Absturzladen, in dem man morgens noch einmal ganz viele Drogen nimmt und komische Dinge erlebt, bevor man gemeinsam runterkommt.
Alexander Giesche Die erste Ecstasypille, der erste Lockdown: Da gibt es viele Parallelen.
Techno war die Zeit ohne Worte, zumindest am Anfang der Bewegung in den neunziger Jahren. Und heute habe ich das Gefühl: Es wird eine Zeit kommen, in der es erneut keine Worte mehr für das gibt, was wir gerade erleben. Deshalb spielt «Afterhour» in einer wortlosen Zeit. Alles gesagt: Das war die Ursprungsidee des Projekts. Bei «Holozän» dachte ich, das sei der letzte Abend zum Weltuntergang. Mein privater Weltuntergang war allerdings, dass mein Vater während der Proben starb. Das nächste Stück hätte auch deshalb ein Stück werden sollen, in dem nicht die Trauer der Startpunkt ist. Doch dann kam Corona um die Ecke. Ob wir nun schon im Danach stecken oder ob es jemals ein Danach geben wird, ...
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Theater heute Oktober 2021
Rubrik: Parkbank-Gespräche, Seite 20
von Tobi Müller
Die Raschplatzhochstraße in Hannover liegt auf der B-Seite der Stadt und ist doch ein prominenter Ort. 1969 fertiggestellt, war sie Teil des Wiederaufbaukonzepts einer autogerechten Stadt. Seitdem gehört die mehrspurige Betonkonstruktion hinter dem Hauptbahnhof zum hochbelasteten Cityring. Als Fußgänger auf die Hochbrücke zu gelangen, ist nicht einfach. Es gibt...
AALEN, THEATER DER STADT
2. nach Shelley, Frankenstein
R. Jonathan Giele und Marco Kreuzer
ALTENBURG/GERA, THEATER
2. nach Brussig, Helden wie wir
R. Manuel Kressin
5. nach Schami, Der Wunderkasten
R. Maria Preschel
8. nach Tschechow, Der Heiratsantrag und Das Jubiläum
R. Jan Jochymski
ANNABERG, EDUARD-VON-WINTERSTEIN-THEATER
4. Reffert, Ronny von Welt
R. Annelen...
Liebe Leserinnen, liebe Leser!
«Alles muss sich ändern, damit alles bleibt, wie es ist», wusste schon Giuseppe Lampedusa in seinem Roman «Der Leopard». Der Theaterverlag – Friedrich Berlin hat seit vier Wochen einen neuen Eigentümer, den Deutschen Fachverlag in Frankfurt und mich, Torsten Kutschke, als geschäftsführenden Gesellschafter. Die ersten Begegnungen waren...
