«Ich war immer schon Schauspieler»

Andreas Beck hat jede Menge Routine. Er weigert sich aber standhaft, ein Routinier zu werden

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Was für ein Entree! Der erste Satz der Intendanz Kay Voges’ am Wiener Volkstheater lautete: «Was, hier, in dieser muffigen Atmosphäre?» Es ist der Satz, mit dem Thomas Bernhards Stück «Der Theatermacher» beginnt, und der Satz, mit dem einst auch Claus Peymann seine Direktion am Burgtheater angefangen hatte. Ein Insiderwitz, den in Wien alle verstanden haben; ist ja erst 35 Jahre her.

Gesprochen wurde der erste Satz von Andreas Beck, und er hörte dann eine gute Stunde lang nicht mehr auf zu sprechen.

In der zweiten Hälfte wird das Stück von Voges dann zwar noch durch den stilistischen Fleischwolf gedreht, in immer neuen Varianten dekonstruiert; am Anfang aber ist das eine relativ konventionelle Aufführung mit einem raumgreifenden Hauptdarsteller. Becks Auftritt als Theatermacher Bruscon hat im Zuschauerraum des Volkstheaters damals viele beruhigt: Anscheinend würde es unter dem Digital-Freak Voges, von dem im Vorfeld so viel die Rede gewesen war, ja doch auch ganz analoges Sprechtheater geben, mit Hand und Fuß und Bauch und was sonst noch so dazugehört zu so einem Schauspielerkörper. Die Fallhöhe ist an dem Abend groß: Am Anfang dominiert Beck die Bühne, am Ende kauert er als ...

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Theater heute November 2023
Rubrik: Akteure, Seite 26
von Wolfgang Kralicek

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