«Ich hoffe, dass ich unerklärliche Dinge zustande bringen kann»

Karin Cerny im Gespräch mit Florentina Holzinger über «Ophelia’s Got Talent», die Inszenierung des Jahres, Apnoetauchen, die Schwierigkeit, in Theatern riesige Pools aufzustellen, und den Spaß daran, betrunkene Matrosen zu spielen Von Karin Cerny

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Karin Cerny Florentina, wie ist es dir beim Apnoetauchen ergangen?
Forentina Holzinger Wir haben für «Ophelia’s Got Talent» statische Apnoe trainiert. Ich habe einen niedrigen Blutdruck, deshalb ist es mir von Anfang an leichtgefallen, mich zu entspannen und das System runterzufahren.

Cerny Man würde annehmen, du wärst der energetische Typ.
Holzinger Ich bin ein Kaffeejunkie, sonst würde ich ewig nicht aus dem Bett kommen.

Weil ich relativ gechillt bin, werde ich aber auch keine Burnout-Patientin – hoffe ich zumindest.

Cerny Wie ist die Idee entstanden, eine Show zum Thema Wasser zu machen?
Holzinger Das stand seit 20 Jahren auf meiner To-do-Liste, obwohl Wasser der Albtraum jedes Theaters ist. Technik und Wasser vertragen sich nicht, das Gewicht von Wasser ist immens. Der erste Schritt war, das Element rein körperlich zu erforschen, uns mit Tauchen, Schwimmen, Apnoe auseinanderzusetzen. Wahrscheinlich lag es an der Berliner Volksbühne, einem der bekanntesten deutschen Sprechtheater, dass ich Lust darauf hatte, mich dezidiert mit Goethe, Schiller und der Romantik auseinanderzusetzen, die sich ja obsessiv Halb- und Fabelwesen wie Melusinen und Undinen widmeten. Unser Ansatz war, ...

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Theater heute Jahrbuch 2023
Rubrik: Höhepunkte der Spielzeit, Seite 102
von Karin Cerny

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