Handlung und Erfolg

Yael Ronen und Roy Chen begeben sich in Hamburg auf die Suche nach dem «State of Affairs», und Lena Brasch tritt in Berlin nicht nur nach dem Ball mit «Spielerfrauen»

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Warum hat Tolstoi eigentlich nicht «Krieg» geschrieben, sondern «Krieg und Frieden»? Warum gab es Gandhi, die indische Unabhän -gigkeitsbewegung, Martin Luther King, die Bürgerrechtsbewegung, die Proteste gegen den Vietnam-Krieg, die ’68er Bewegung, die Fridays for Future? Und warum gab es noch keinen dritten oder vierten Weltkrieg? Hängt alles eng miteinander zusammen, aber die Antwort braucht mindestens drei ineinander verschachtelte Erzählebenen und noch ein paar weitere Kleinigkeiten – darunter die Aufhebung der Naturgesetze, das Bundesverteidigungs -ministerium, ein Theater

mit Schauspieler:innen und einiges mehr. Am Ende ist die Antwort auch nur eine Hilfsantwort für eine noch größere Wahrheit. Aber der Reihe nach.

Yael Ronens und Roy Chens «State of Affairs» im Hamburger Thalia Theater fragt nach nicht weniger als der Verantwortung und der Macht von Kunst, speziell Theater. Und zwar in Zeiten globaler Krisen und Konflikte, die nicht gerade nahelegen, dass Bühne und Publikum daran etwas ändern könnten, weshalb die Autor:innen auch etwas verwickelt zur Sache kommen. Ausgangspunkt ist eine Cyber -attacke aufs Theater mit anschließend komplettem Stromausfall, in dessen Folge ...

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Theater heute Juli 2024
Rubrik: Aufführungen, Seite 12
von Franz Wille

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