Handlung und Erfolg
Warum hat Tolstoi eigentlich nicht «Krieg» geschrieben, sondern «Krieg und Frieden»? Warum gab es Gandhi, die indische Unabhän -gigkeitsbewegung, Martin Luther King, die Bürgerrechtsbewegung, die Proteste gegen den Vietnam-Krieg, die ’68er Bewegung, die Fridays for Future? Und warum gab es noch keinen dritten oder vierten Weltkrieg? Hängt alles eng miteinander zusammen, aber die Antwort braucht mindestens drei ineinander verschachtelte Erzählebenen und noch ein paar weitere Kleinigkeiten – darunter die Aufhebung der Naturgesetze, das Bundesverteidigungs -ministerium, ein Theater
mit Schauspieler:innen und einiges mehr. Am Ende ist die Antwort auch nur eine Hilfsantwort für eine noch größere Wahrheit. Aber der Reihe nach.
Yael Ronens und Roy Chens «State of Affairs» im Hamburger Thalia Theater fragt nach nicht weniger als der Verantwortung und der Macht von Kunst, speziell Theater. Und zwar in Zeiten globaler Krisen und Konflikte, die nicht gerade nahelegen, dass Bühne und Publikum daran etwas ändern könnten, weshalb die Autor:innen auch etwas verwickelt zur Sache kommen. Ausgangspunkt ist eine Cyber -attacke aufs Theater mit anschließend komplettem Stromausfall, in dessen Folge ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute Juli 2024
Rubrik: Aufführungen, Seite 12
von Franz Wille
Das Unmögliche – das ist keine Utopie, das ist der Teil der Welt, in dem wir nicht leben. Wir leben in der Welt der Möglichkeiten, der bequemen, reichen Welt. Der Rest der Welt ist ohne Möglichkeiten, die Welt von Armut, Krieg und Untergang. Doch es gibt Menschen, die sich zwischen diesen Welten bewegen. «So weit wie unmöglich» («As far as impossible, Dans la...
Aus der Zukunft auf die Gegenwart zurückzu -blicken, kann beruhigend wirken – nach dem Motto: zum Glück haben wir das hinter uns gelassen! –, aber auch die Depression verstärken, wenn man sieht, dass es womöglich nicht viel besser gekommen sein wird. Warum also all der K(r)ampf?
Es ist ein zorniger Blick zurück, den Sibylle Berg in ihrem Stück «In den Gärten oder...
BASEL, KUNSTMUSEUM bis 27.10., When We See Us. Hundert Jahre panafrikanische figurative Malerei
Zur Frage, wie Künstler:innen des afrikanischen Kontinents und seiner Diaspora den Alltag in den letzten 100 Jahren erlebt und künstlerisch verarbeitet haben, unternahm das Team rund um Koyo Kouoh, Direktorin und leitende Kuratorin des Zeitz MOCAA im südafrikanischen...
