«Goodwill reicht nicht mehr»
Barbara Burckhardt Niels Bormann, die Frage, die jetzt jeder stellt: Wie geht es Ihnen unter Corona-Verschluss, insbesondere als Schauspieler?
Niels Bormann (zögert lange) Ich muss sagen, mir geht es gar nicht so schlecht. Ich konnte in dieser Zeit drehen und an der UdK mit den Studierenden immerhin Vorsprechmonologe erarbeiten. Das mache ich schon seit sieben, acht Jahren. Jetzt fand das im Zoom statt. Ein großer Vorteil: Nur meine obere Hälfte musste einigermaßen seriös sein.
Für mich zum Gucken war das sehr interessant, weil ich die Schauspieler*innen im Close-up gesehen habe. Für die Studierenden war es allerdings hart. Es ist verständlicherweise schwer möglich, im Zimmer zuhause große Emotionen zu spielen. Sie brauchen den Kontakt.
BB Von Ihren diversen Tätigkeiten haben Sie diese also ganz gut machen können. Aber Sie sind ja vor allem Schauspieler, sowohl auf dem Theater als auch im Film. Was war da möglich?
Bormann Im Gorki Theater wurde immer mehr abgesagt. Termine wurden neu angesetzt, weil man hoffte, da geht’s dann wieder, und wurden dann wieder abgesagt. Da liegen bei mir vier Stücke auf Eis, und ich weiß auch nicht, ob die noch mal nachgeholt werden. Ich glaube, ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute April 2021
Rubrik: Parkbank-Gespräche, Seite 24
von Barbara Burckhardt
Impressum
Theater heute
Die Theaterzeitschrift im 62. Jahrgang
Gegründet von Erhard Friedrich und Henning Rischbieter
Herausgeber
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
Redaktion
Eva Behrendt
Franz Wille (V.i.S.d.P.)
Redaktionsbüro
Martin Kraemer
Gestaltung
Christian Henjes
Designkonzept
Ludwig Wendt Art Direction
Redaktionsanschrift
Nestorstr. 8–9, 10709 Berlin,
...
Ob wir uns in einem neuen Biedermeier befinden, sei einmal dahingestellt. Immerhin sprechen Soziologen und Psychologen davon, dass der Rückzug in die eigenen vier Wände, zu dem gerade viele Menschen aus Angst vor Ansteckung mit dem Virus und überhaupt aus Furcht vor dem Nächsten als potenziellem Gefahrenträger neigen, an die Mitte des 19. Jahrhunderts erinnert: Der...
Reading and writing allows the possibility of having a very different world.
Angela Davis im Gespräch mit Toni Morrison über das Verbot bestimmter Bücher in Gefängnissen, etwa jener von Toni Morrison
1 Phantasmen der Anderen
Es ist erfreulich zu sehen, wie viele Namen, die nicht autochton deutsch oder weiß scheinen, Einzug in die deutschsprachige Literaturwelt...
