Garage mit Kühlschrank
Es ist nicht viel los in Fürstenfelde. In diesem kleinen Dorf irgendwo in der Uckermark. Und doch hat Saša Stanišic diesem fiktiven und doch ein Stück weit realen Ort im Jahr 2014 einen Roman gewidmet. Ein Roman, der zurücktaucht bis in die Sagen und Mythen aus dem 16. Jahrhundert und zugleich eine Bestandsaufnahme der ostdeutschen Befindlichkeit ist, zu der an diesem Ort immerhin anderthalb Nazis gehören. Der Roman heißt und spielt «Vor dem Fest», gemeint ist das jährlich stattfindende Annenfest, die traditionelle Fürstenfelde-Party.
Mit Empathie und Feinsinn skizziert Stanišic die Dorf -bewohner:innen, zeichnet ein kluges Porträt einer abgehängten Gegend. Nah dran und dennoch distanziert beobachtend.
Dass auch der Regisseur Lars-Ole Walburg dem klugen Charme des gefeierten Werks erliegt – Stanišic erhielt dafür den Leipziger Buchpreis –, wundert wenig. Und auch nicht, dass er es berufsbedingt dann auf die Theaterbühne bringt – und zwar in Hannover, wo er von 2009 bis 2019 Intendant war. In, oder besser gesagt, unter dem Bühnenbild von Robert Schweer. Dieser lässt etwa ein Dutzend Alltagsgegenstände vom Schnürboden baumeln. Lässt einen Postkarren, eine Trockenhaube, ein Fahrrad, ...
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Theater heute April 2024
Rubrik: Chronik, Seite 57
von Katrin Ullmann
Daten
Premieren im April · On Tour/Freie Szene · Festivals · Suchlauf TV und Streams · Showroom · Links zu allen deutschsprachigen Bühnen auf theaterheute.de
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ALTENBURG/GERA, THEATER
13. von Praunheim, Hitlers Ziege und die Hämorrhoiden des Königs
R. Damian Popp
AUGSBURG, SENSEMBLE THEATER
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Frau und Mann haben ein Kind gezeugt. Das kommt gemäß evolutionärem Istzustand vor, nur nicht immer mit Bedacht. Das Tröstliche an so einem Ereignis ist der schier übermenschliche Wille zur Harmonie, der jede noch so brüchige Bindung in Heilwolle wickelt. Das hilft. In den ersten paar Wochen.
In Freiburg badet das gebärfreudige Jungbürgertum dann gern an...
Sprachlos! Gar nichts sagen? Nein, das kann ich nicht, auch wenn ich mich so fühle, aber ohne Worte dich gehen lassen möchte ich, will ich nicht. Denn wir haben doch so viel ge -sprochen, und so viele Worte hast du geschrieben, die mich so berührt, so überrascht, so zum Lachen gebracht haben.
Was hast du geschrieben und geschrieben, jeden Tag, jeden Tag brachtest...
