Freund:innen laden ein
Menschen am Theater betonen oft, dass sie Vielfalt lieben und Diskriminierungen hassen. Trotzdem ist der Vorwurf nie ganz aus der Welt, nicht alle, die wollten und könnten und sollten, würden vom öffentlichen Theater auch zugelassen als Mitarbeitende oder Künstler:innen. Und natürlich stimmt es. Das professionelle Theater ist ein Produktionsbetrieb mit handverlesenen, wenn auch relativ häufig wechselnden Mitarbeiter:innen, die – zum Glück, sonst bliebe es ein Hobby für Andersfinanzierte – für ihre Arbeit bezahlt werden.
Trotz aller inklusiv-basisdemokratischen Ideen der Öffnung, die von Theaterschaffenden oder Institutionskritiker:innen geäußert werden, ist es keine (scheinbare kostenlose) TikTok-ähnliche Präsentationsplattform für alle, die der Welt etwas/sich selbst zeigen wollen (und über die entsprechenden Produktionsmittel – Internetzugang, Smartphone, freie Zeit etc. – verfügen).
Wie jede andere Organisation unterscheidet sich ein öffentlich finanziertes Theater durch seine spezifischen Zwecke, Mitglieder und Hierarchien von seiner Umwelt, möchte und muss aber mit eben dieser Umwelt in Beziehung treten. Ohne diese Unterscheidung von der Umwelt, der «Gegenwart», der ...
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Theater heute Juni 2023
Rubrik: Magazin, Seite 71
von Anna Volkland
Das Musical «Cabaret» passt trefflich in den berlin-babylonischen Hype, der vom deutschen Film längst in die Theater geschwappt ist. Und natürlich auch dank seiner Hits ist das Stück ein Garant für volle Häuser. So auch jetzt am Stuttgarter Schauspiel, das mit Calixto Bieito einen Regisseur engagiert hat, der sich auskennt in der auch hintergründigen Thematisierung...
WWW.ARTE.TV
bis 28.8., Nino Haratischwili: «Georgien hat mich nie verlassen»
Dokumentation, Deutschland 2022 Regisseurin Eva Gerberding hat Nino Haratischwili nach Tiflis begleitet. Die Dokumentation taucht mit Archivmaterial, Interviews und kleinen Spielszenen ein in das Georgien der 1990er Jahre.
bis 15.7., Bilder (m)einer Mutter
Der Dokumentarfilm ist...
Verhörraum oder Orakel? – An beides denkt man bei der seltsamen achteckigen Zelle, die Theresa Scheitzenhammer für Ayse Güvendirens jüngste Regiearbeit in den Werkraum gestellt hat, mit einem Boden aus Luftschachtgitter und vier Wandteilen, die auch als Projektionsfläche dienen, darüber ein Fries mit rot leuchtender Handschrift, die mal «sagen sie» und mal «sag...
